Asphalt nur am Fußweg

Anwohner des Kortrockwegs in Homberg wünschen sich Straßenausbau

Der Kortrockweg in Homberg sieht bislang noch aus wie eine Schotterpiste.
+
Anwohner des Kortrockwegs in Homberg bangen um die Sicherheit von Fußgängern.

Die Anwohner am Kortrockweg in Homberg haben einen Wunsch: Sie wollen, dass die Straße ausgebaut wird, damit es für Fußgänger ungefährlicher wird.

Gäbe es die vielen Häuser und die dichte Bebauung rund um den Homberger Kortrockweg nicht, man könnte meinen, man säße in einem Garten weit außerhalb der Kernstadt – und nicht direkt mittendrin. Das liegt aber nicht etwa an der Ruhe, die man dort genießt oder an dem vielen Grün. Es ist die Schotterpiste mitten in der Stadt, die nicht so recht ins Bild passen mag.

Der Kortrockweg ist nicht asphaltiert – zumindest nicht überall. Während Autofahrer Schlaglöchern auf dem Schotterweg ausweichen, verbindet ein kleiner, schmaler Asphaltstreifen inmitten der Straße die beiden Teile eines Fußwegs, der zu Stellbergsweg und Bindeweg führt.

Genau da sehen einige Anwohner des Kortrockwegs große Probleme: „Autofahrer haben keine Chance, den Fußweg einzusehen. Dabei laufen so viele Familien mit Kindern dort entlang“, sagen sie. Sie fürchten, dass ein Fußgänger irgendwann einmal von einem Autofahrer beim Queren des Kortrockwegs angefahren wird – auch wenn dort eigentlich nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist.

Tatsächlich ist bei einem Test mit einem Auto nur schwer zu erkennen, wo der Fußweg die Straße kreuzt, wenn Autofahrer vom Bindeweg in Richtung Engelhard-Breul-Straße hindurch fahren. Kein Schild macht auf einen Fußgängerweg aufmerksam. Aus Richtung der Engelhard-Breul-Straße ist er leichter einsehbar: Dort stehen die Häuser nicht direkt an der Grundstücksgrenze, Parkflächen lassen Autofahrern freie Sicht. Doch auch dort gibt es keine Verkehrsschilder, die auf den Weg hinweisen.

Nun könnte argumentiert werden, dass der Kortrockweg eine reine Anliegerstraße ist – Anwohner wissen, dass sich dort ein Fußweg befindet. „Hier fahren aber nicht nur Anlieger lang“, berichten die Anwohner, die in der Zeitung anonym bleiben wollen. Der Weg werde häufig genutzt, um vom Caßdorfer Weg kommend auf dem Weg in die Stadt abzukürzen. Und diese Autofahrer, so die Anwohner, hielten sich häufig nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung.

Dies und die Tatsache, dass der Weg nicht ausgebaut ist und einer Schotterpiste gleicht, führe darüber hinaus im Sommer zu einer hohen Staubbelastung. Um dem entgegenzuwirken wünschen sich die Anwohner eine Geschwindigkeitsmessung und einen Poller, der nur die Zufahrt für Anlieger und Bauhof zulässt. „Dreck und Staub nehmen uns die Lebensqualität“, erzählen sie. Inzwischen würden einige den Staub an Haustüren und Zäunen nur noch mit dem Besen abwischen.

Also wären mit einem Ausbau und einer asphaltierten Straße alle Probleme gelöst? „Das wäre das Nonplusultra“, sagt einer der Anwohner. „Doch die Hauptsache ist, dass die Gefahr am Fußweg verringert wird. Es muss doch nicht erst etwas passieren.“ Zumal für sie die Gefahr bestehe, dass eine asphaltierte Straße zur Rennstrecke würde. Ihre Idee: Die Straße mit kleinen Erhöhungen ähnlich wie im Stellbergsweg auszustatten. So könnte verhindert werden, dass in der Straße gerast wird, sie wäre dennoch für alle erreichbar. Auch die Sicherheit der Fußgänger würde aus ihrer Sicht so erhöht. „Wir wollen keinen Krieg anfangen. Aber wir glauben, dass unser Anliegen immer wieder in Vergessenheit gerät.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.