Autofahrer sollen auf Störche achten

Wabern. Fünf Storchenpaare gibt es in Wabern. Und alle fünf brüten. Autofahrer sollten jetzt Rücksicht nehmen.

Auch aus den beiden letzten Horstpaaren sind jetzt Brutpaare geworden. Andrea Krüger-Wiegand freut sich über die neuen Paare und appelliert sogleich an die Autofahrer.

Sie werden gebeten, Rücksicht auf die Tiere zu nehmen. „Wenn Autofahrer Weißstörche sehen, sollten sie vom Gas gehen“, sagt die Expertin. Doch oftmals sei genau das Gegenteil der Fall: Auf der Landgrafenstraße werde ordentlich Gas gegeben, sagt Anwohnerin Alexandra Wagner. 50 Stundenkilometer sind an der Stelle erlaubt. Viele Autofahrer würden sich nicht daran halten. „Hier wird allgemein schnell gefahren. Abends gibt es richtige Rennen“, berichtet Wagner. Seit Jahren sind ihr die Raser ein Dorn im Auge. Sie sorgt sich um Fußgänger, Radfahrer und eben um die Störche. Ein Storchenpaar brütet seit dem Wochenende auf der katholischen Kirche.

Die Tiere in der Kerngemeinde würden bisweilen auf der Straße laufen oder tief fliegen. Dabei könne es leicht zu Unfällen kommen, so wie in den vergangenen Jahren. Der Waberner Brutstorch Felix ist im Straßenverkehr ums Leben gekommen. In Giflitz wurden gleich zwei Jungstörche innerhalb weniger Tage fast an der selben Stelle überfahren, bedauert Krüger-Wiegand. (akl)

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