Tierschutzverein Homberg/Borken sammelte Unterschriften für Kastrationspflicht

Autogramme für Katzen

Übergabe der Unterschriftenliste: Borkens Bürgermeister Bernd Heßler (SPD, von links), Monika Klüh, Thomas Junker, Sonja Hentschel-Dörr (alle Tierschutzverein) und Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz vor dem Rathaus in Homberg. Foto: Hartung

Homberg/Borken. 2620 Unterschriften für die Kastrationspflicht von Katzen – das ist die Bilanz einer Aktion des Tierschutzvereins Homberg/Borken. Den dicken Ordner mit den Autogrammen übergaben die Tierschützer jetzt den Bürgermeistern Dr. Nico Ritz (Homberg) und Bernd Heßler (Borken) im Homberger Rathaus. Denn den hessischen Kommunen ist es jetzt durch eine Satzung der Landesregierung freigestellt, ob sie eine Kastrationspflicht einführen. „Wir wollen Vorreiter in Sachen Kastrationspflicht sein“, sagte Heßler. Bei der nächsten Möglichkeit wolle er den Vorschlag in den Gremien präsentieren.

Die unkastrierten Katzen vermehrten sich zum einen unkontrolliert, zum anderen übertrügen sich durch die Deckung Krankheiten, erklärte Monika Klüh vom Tierschutzverein. „Für die Tiere bedeutet das eine Qual.“

Es geht um Tierschutz

Dr. Nico Ritz begrüßt die Kastrationspflicht. „Manche denken vielleicht, die armen Katzen. Aber hier geht es darum, die Tiere zu schützen, nicht darum, sich einer Plage zu entledigen.“

Der Tierschutzverein fange bereits jetzt verwilderte Katzen ein, um sie kastrieren zu lassen. Dafür habe bisher aber noch die rechtliche Absicherung gefehlt. „Wir bewegen uns dabei in einer rechtlichen Grauzone“, sagte Thomas Junker vom Verein.

Um die Unterstützung der Bürger einzuholen, legten die Tierschützer Unterschriftenlisten aus. „Es gab eine unglaublich positive Resonanz“, sagte Klüh. „Jeder hat gesagt, gut, dass ihr das macht.“ Durch die vielen Unterschriften sehe die Politik nun, dass die Bevölkerung ebenfalls hinter einer Kastrationspflicht stehe. (cha)

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