Einstimmige und schnelle Entscheidung

Bad Zwesten beteiligt sich nicht am Bau des Hallenbades in Borken

+
Beteiligung: Die Stadt Borken hat Bad Zwesten angeboten, Kur- und Therapieeinrichtungen in das geplante Hallenbad zu bauen. Dafür sollte sie sich an den Betriebskosten beteiligen. Das lehnte die Kurgemeinde ab.

Die Entscheidung im Bad Zwestener Parlament fiel am Donnerstagabend schnell und einstimmig. Bad Zwesten hat kein Interesse an einem Einstieg in eine Bau- und Betriebsgemeinschaft für den Bau des Hallenbades in Borken.

In einem Brief an Bürgermeister Michael Köhler hatte sein Borkener Amtskollege, Marcel Pritsch-Rehm, geschrieben, dass das Borkener Hallenbad seit Sommer geschlossen ist. Eine Sanierung scheide aus, so das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie. So habe man sich für einen Neubau an gleicher Stelle entschieden.

Gebaut werden soll ein Sport- und Schulschwimmbad, das in gemeinsamer Trägerschaft mit dem Schwalm-Eder-Kreis betrieben wird. Die Kosten bezifferte Pritsch-Rehm auf 15 Millionen Euro. Weiter sei mit einem jährlichen Zuschuss von 450 000 Euro zu rechnen.

In dem Neubau noch nicht integriert sind Sauna und Räume für Physiotherapie. Deshalb sei es grundsätzlich möglich, das Bad mit Kur- und Therapieeinrichtungen von Bad Zwesten zu erweitern. Voraussetzung aber sei, dass die Kurgemeinde dafür die Baukosten übernimmt und sich langfristig an den Betriebskosten beteiligt. All das sei möglich, wenn Bad Zwesten in die Bau- und Betriebsgemeinschaft einsteige.

Für Bürgermeister Michael Köhler schied, trotz der guten Beziehungen zur Nachbargemeinde Borken, eine Beteiligung am Schwimmbadbau aus. Zum einen sei die Kurgemeinde dabei, das eigene Bewegungsbad zu sanieren, und hätte damit finanziell einen großen Brocken zu bewältigen. Zum anderen wäre der Standort für Bad Zwesten nicht ideal. Gespräche hätte man führen können, wenn die es sich um einen Standort in der Mitte zwischen Borken und Bad Zwesten gehandelt hätte. Auch sei es wenig dienlich, wenn die Kurgäste zu Anwendungen nach Borken fahren müssten, sagte Bürgermeister Köhler. Deshalb sei ein Einstieg in Bau- und Betriebsgemeinschaft nicht möglich.

Dieser Auffassung schlossen sich die Mandatsträger einstimmig an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.