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50 Jahre Bad Zwesten: Kurort feiert mit Talkshow

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Von: Christina Zapf

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Sie unterhielten die Menschen im Kurhaus: von links (hinten) Christoph Heimbucher, Christopher Leeser, Prof. Edgar Franke, Mike Lauer, Michael Köhler, (vorne) Heinrich Haupt, Ralf Gebauer, Hildegard Müller-Ploghaus, Marie-Luise Derman.
Sie unterhielten die Menschen im Kurhaus: von links (hinten) Christoph Heimbucher, Christopher Leeser, Prof. Edgar Franke, Mike Lauer, Michael Köhler, (vorne) Heinrich Haupt, Ralf Gebauer, Hildegard Müller-Ploghaus und Marie-Luise Derman. © Christina Zapf

Rund 130 Menschen haben sich die Talkshow „Bad Zwesten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!“ im Kurhaus angesehen. Die Gemeinde feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen.

Bad Zwesten – Die Gemeinde Bad Zwesten feiert in diesem Jahr mit gleich mehreren Veranstaltungen in allen Ortsteilen ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass fand am Mittwochabend, 7. Dezember, eine rund 90-minütige Talkshow mit dem Titel „Bad Zwesten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!“ im Kurhaus statt. Der Eintritt war frei.

Anlass: Vor rund 50 Jahren – am 31. Dezember 1971 – haben sich die vormals selbstständigen Dörfer Wenzigerode, Betzigerode, Niederurff, Oberurff-Schiffelborn und Zwesten zu einer Gemeinde zusammengeschlossen.

Moderator: Ralf Gebauer, ehemaliger Pfarrer in Bad Zwesten und heutiger Dekan des Kirchenkreises Schmalkalden, moderierte die Talkshow. Er stellte den Gästen Fragen zu ihren Tätigkeiten und Erlebnissen.

Talkshow anlässlich 50 Jahre Bad Zwesten

Publikum: Rund 130 Menschen haben sich die Talkshow im Kurhaus angesehen.

Gäste und Themen: Mit Ex-Bürgermeister Heinrich Haupt (SPD, 1976 - 1999) sprach Gebauer über die Besonderheiten seiner Amtszeit, in der sowohl der Zusammenschluss der Ortsteile zur heutigen Gemeinde Bad Zwesten erfolgte, als auch das Prädikat „Bad“ neu hinzukam.

Mit dem amtierenden Bürgermeister Michael Köhler (FDP), der aus Korbach stammt, unterhielt sich der Moderator über dessen ersten Eindruck von Bad Zwesten „Es hat mich an eine geliebte Kinderserie erinnert: Die Kinder von Bullerbü.“ Doch der Ort sei nicht nur wunderschön, sondern auch dynamisch, so Köhler. Derzeit werde mit dem Rebhuhnprojekt und der Renaturierung von Urff und Wälzebach einiges für die Natur getan. Auch das Engagement der Bürger war Gesprächsthema. „Viele engagieren sich eher projektbezogen als dauerhaft in einem Vereinsvorstand“, sagt Köhler.

Mit Mike Lauer, dem Ortsvorsteher von Wenzigerode, sprach Gebauer über die Mentalität der Bad Zwestener. Gemeinsam haben sie laut Lauer: „Harte Schale, weicher Kern. Sie können alle anpacken.“ Das zeigten auch die Wenzigeröder immer wieder: Beispielsweise, wenn es um ihr Dorfgemeinschaftshaus geht. Mit dem ehemaligen Gudensberger Bürgermeister Prof. Edgar Franke (SPD), der heute Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Gesundheit ist, sprach der Moderator unter anderem über dessen Weg in die Politik und seine Verbindung zur Heimat. „Ich bin jedes Wochenende hier“, so Franke.

Im Gespräch mit Christopher Leeser, Geschäftsführer und Gesellschafter der Wicker Gruppe, ging es um die Bedeutung der Hardtwaldkliniken für den Kurort, den weiterhin herrschenden „Coronamodus“ in den Kliniken und über seinen Großvater Werner Wicker. Leeser: „Er war ein außergewöhnlicher Mensch.“ Unter anderem habe er von ihm gelernt: „Egal wer man ist, man ist nicht größer als jemand anderes.“

Talkshow in Bad Zwesten: Moderator sprach mit Gästen über ihre Tätigkeit und ihre Erlebnisse

Ur-Bad Zwestenerin Marie-Luise Derman, die mit ihrem Mann Dr. Ferhat Derman die Meisterkonzerte organisiert, berichtete von den ungezählten Künstlern, die sie beherbergen. „Die Musiker gehören fast schon zum Familienkreis.“ Und auch, dass ihr Mann die Konzert-Organisation eigentlich seit 25 Jahren abgeben wolle: „Jetzt macht er schon wieder weiter.“

Hildegard Müller-Ploghaus, Gesamtleiterin der Kindertagesstätten, sprach über die Bedingungen, unter denen Kindheit heute stattfindet und betonte, dass es darum gehe, die Kinder zu Persönlichkeiten werden zu lassen. „Baulich, personell und im Miteinander sind wir tatsächlich Bullerbü.“ Es ging aber auch um die Hürden für Sprach-Kitas und die schwierige Personalsituation.

Mit Christoph Heimbucher, Leiter der Jugenddorf-Christophorusschule (CJD), sprach Gebauer über die Besonderheiten eines christlichen Trägers, der das Miteinander und die pädagogische Arbeit präge. Das meist genannte Argument, wenn es um die Wahl der CJD in Oberurff-Schiffelborn gehe, laute: „Das Gelände ist einfach toll.“ Die Schüler würden so gut wie möglich darauf vorbereitet, sich der Zeit nach der Schule mutig stellen zu können. (Christina Zapf)

Shwoband „Schreckschuss“ ist zu Gast

Die Showband „Schreckschuss“ soll am Samstag, 17. Dezember, ab 20 Uhr zum runden Gemeindegeburtstag - 50 Jahre Bad Zwesten - im Kurhaus auftreten. Die Party werde rund vier Stunden dauern. Das Schreckschuss-Showtheater bietet Imitationen, Musik, Oldies und Klassiker sowie Comedy. Einlass und Ticketverkauf an der Abendkasse (15 Euro) beginnen um 19 Uhr. Tickets gibt es auch bereits im Vorverkauf in der Tourist-Information Bad Zwesten zum Vorverkaufspreis von 12 Euro .  (ciz)

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