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Neuer Computertomograf und neues Mammografiegerät für MVZ der Hardtwaldklinik I

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Von: Christina Zapf

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In der Hardtwaldklinik I wird für die Untersuchung der Patienten neueste Technik verwendet. Der hochmoderne Computertomograf (CT) besteht aus einer Röntgenröhre und einem 64/128-ZeilenDetektor.
In der Hardtwaldklinik I wird für die Untersuchung der Patienten neueste Technik verwendet. Der hochmoderne Computertomograf (CT) besteht aus einer Röntgenröhre und einem 64/128-ZeilenDetektor. © Wicker-Gruppe

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) der Hardtwaldklinik I in Bad Zwesten verfügt nun über einen hochmodernen Computertomografen (CT) und ein neues Mammografiegerät.

Bad Zwesten – Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) der Hardtwaldklinik I in Bad Zwesten hat nun einen neuen hochmodernen Computertomografen (CT), der etwa bei Untersuchungen des Kopfes oder der Hals- und Kopfgefäße zum Einsatz kommt. Fragen und Antworten:

Wofür wird ein Computertomograf gebraucht?

Der Blick ins Innere des Körpers ist elementar für eine zuverlässige Diagnostik von Erkrankungen. Die Radiologie blickt mit der Computertomografie – einer computergestützten Röntgenuntersuchung, die die zu untersuchenden Körperregionen in Schichten „zerlegt“ – bis in die tiefsten Gewebeschichten und erzeugt Querschnittsbilder von ihnen.

Was ist das Besondere am neuen CT?

Er kommt mit weniger Strahlung aus. „Das Gerät vereint modernste Technologien für CT-Untersuchungen mit deutlich geringerer Röntgenstrahlung und deutlich verkürzter Untersuchungsdauer im Vergleich zum Vorgängermodell“, erläutert Dr. Karl Robert Reinosch, Chefarzt der Abteilung für Radiologie.

Welche Vorteile hat das Gerät für die Patienten?

Der neue CT besteht aus einer Röntgenröhre und einem 64/128-Zeilen-Detektor. Mit dieser Technik können große Untersuchungsbereiche innerhalb weniger Sekunden gescannt werden. Aufgrund der größeren Detektorbreite als bisher sowie einer erhöhten Rotationsgeschwindigkeit werden die Untersuchungszeiten und damit die Belastung für Patienten deutlich reduziert.

Ein weiteres Plus ist für den leitenden Arzt am MVZ, dass den Patienten aufgrund der verkürzten Untersuchungszeit weniger Kontrastmittel verabreicht werden muss. Das sei schonender, da weniger jodhaltige Flüssigkeit über die Nieren ausgeschieden werden muss.

Neuer Computertomograf für MVZ in Hardtwaldklinik I in Bad Zwesten

Viele Menschen lassen sich nicht gern in eine Röhre schieben, da sie fürchten, Platzangst zu bekommen.

Die ringförmige Öffnung der Röntgenröhre des neuen Geräts ist mit 78 Zentimetern im Vergleich zu anderen Computertomografen groß. „Patienten brauchen somit keine Platzangst zu haben und fühlen sich nicht eingeengt“, so Reinosch. Aufgrund seiner Belastbarkeit bis maximal 307 Kilogramm eignet sich der neue CT auch gut für adipöse Patienten. Zudem ist durch eine tiefe Absenkung der Untersuchungsliege eine bequeme Lagerung – vor allem bei älteren Menschen und Patienten im Rollstuhl – möglich.

Was kann der neue Computertomograf noch?

Er ermöglicht auch ein Perfusions-CT, das mithilfe von Kontrastmittel und einer speziellen Software, die Durchblutung (Perfusion) des Gehirns scannt. „Es ist eine Diagnostik, die beim Schlaganfall eingesetzt wird, um das Ausmaß des zerstörten und des noch lebenden Hirngewebes zu ermitteln“, erklärt der Chefarzt der Radiologie an der HWK I.

Dr. Karl Robert Reinosch, Chefarzt der Abteilung für Radiologie an der Hardtwaldklinik I in Bad Zwesten.
Dr. Karl Robert Reinosch, Chefarzt der Abteilung für Radiologie an der Hardtwaldklinik I in Bad Zwesten. © Privat

Mittels CT-Perfusion lassen sich Farbbilder erzeugen, die schnell und genau zeigen, welche Geweberegionen betroffen und wie stark sie geschädigt oder zerstört sind. Ärzte können dann rasch handeln. Gerade bei Notfällen ist Zeit ein wesentlicher Faktor für die Lebenserwartung und Lebensqualität danach.

Der CT unterstützt auch die Schmerztherapie?

Anhand der vom CT gemachten Bilder kann punktgenau therapiert werden – etwa bei einem entzündeten Nerv. „Dank der CT-gesteuerten Schmerztherapie können entzündungshemmende Medikamente in Kombination mit Schmerzmitteln millimetergenau gespritzt werden“, erklärt Reinosch. Für den Patienten bedeutet das: „Der gesamte Körper wird so weniger belastet, da das Medikament vor Ort wirkt“, so der Arzt.

Wicker-Gruppe

Zur Wicker-Gruppe gehören neun Rehabilitationskliniken in Hessen und Nordrhein-Westfalen unter privater Trägerschaft . Die Medizinischen Versorgungszentren an der Werner Wicker Klinik in Bad Wildungen und der Hardtwaldklinik I in Bad Zwesten verfügen über Radiologie, Neurologie und Orthopädie. Neben den Kliniken gehören auch die Kurhessen Therme in Kassel und die Taunus Therme in Bad Homburg vor der Höhe – sowie das Hotel Hochsauerland 2010 in Willingen zur Wicker-Gruppe. (ciz)

1972 nahm sie ihren Betrieb auf: Seit mehr als 50 Jahren thront die Hardtwaldklinik I über Bad Zwesten. Die Sternwarte prägt das Erscheinungsbild des Gebäudes.
1972 nahm sie ihren Betrieb auf: Seit mehr als 50 Jahren thront die Hardtwaldklinik I über Bad Zwesten. Die Sternwarte prägt das Erscheinungsbild des Gebäudes. © Christina Zapf

Neues Mammografiegerät: Präzise Diagnostik mit weniger Strahlung

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) der Hardtwaldklinik I in Bad Zwesten hat nun nicht nur einen neuen hochmodernen Computertomografen (CT), sondern auch ein neues Mammografiegerät von Siemens.

Dieses ermöglicht im Vergleich zum Vorgängermodell eine schonendere und noch präzisere Diagnostik des Brustgewebes – beispielsweise bei der Brustkrebsnachsorge und wenn ein Tastbefund oder Beschwerden in der Brust vorliegen.

„Auch dieses Gerät zeichnet sich durch eine deutlich geringere notwendige Strahlung zur Erstellung von Aufnahmen aus“, erklärt Dr. Karl Robert Reinosch. „Anhand des zu untersuchenden Brust- und Drüsengewebes erkennt es, welche Strahlendosis notwendig ist, sodass nicht mehr zum Einsatz kommt, als nötig. Je dichter das Gewebe, desto höher die Strahlendosis.“

Qualifizierte Diagnostik trägt dazu bei Krankheiten früh zu erkennen

Darüber hinaus ermögliche die volldigitale Technologie eine höhere Auflösung und damit besser beurteilbare Bilder für eine schnelle und sicherere Diagnose, so der Radiologe. Zudem erlaubt das Gerät die Tomosynthese – eine Untersuchungsmethode, um dünne Schichtaufnahmen der Brust zu erstellen, etwa bei dichtem Drüsengewebe: „Ähnlich wie beim CT, jedoch ohne nennenswerte Erhöhung der Strahlenmenge“, sagt Reinosch.

Zu den beiden Neuanschaffungen für das medizinisch Versorgungszentrum der Hardtwaldklink I sagt der Chefarzt der Abteilung für Radiologie: „Mit solch modernen, schonenden Untersuchungsmöglichkeiten können wir bestmögliche Ergebnisse zum Wohle unserer Patienten erzielen. Eine qualifizierte bildgebende Diagnostik trägt entscheidend dazu bei, dass Krankheiten möglichst früh erkannt und bestmöglich behandelt werden können.“ (Christina Zapf)

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