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Bad Zwesten soll mit „Zukunft Innenstadt“ attraktiver werden

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Von: Christina Zapf

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Die vorgeschlagenen Veränderungen im Ortskern sollen mehr Kunden in die Geschäfte zu locken. Die Gemeinde hat sich mit dem Kernort für das Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ beworben.
Die vorgeschlagenen Veränderungen im Ortskern sollen mehr Kunden in die Geschäfte zu locken. Die Gemeinde hat sich mit dem Kernort für das Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ beworben. © Christina Zapf

Die Gemeinde Bad Zwesten hat sich für das hessische Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ beworben. Die Gemeindevertreter haben der Teilnahme einstimmig zugestimmt.

Bad Zwesten – Die Gemeinde Bad Zwesten hat sich für das hessische Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ beworben. Die Gemeindevertreter haben der Teilnahme in der Sitzung am Donnerstagabend, 2. Juni, einstimmig zugestimmt. „Das Landesprogramm ist ein glücklicher Zufall, wir sollten zusehen, dass wir es nutzen“, sagte Stefan Arndt (Grüne). Mit einem Budget von maximal 300 000 Euro fördert das Land bis zu drei Projekte in Innenstädten und Ortskernen. Übernommen werden bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Teil des eingereichten Antrags sind laut Bürgermeister Michael Köhler folgende drei Projekte im Ortskern von Bad Zwesten: Aufenthaltsqualität verbessern, Teilhabe und Integration sowie ein Stadtentwicklungskonzept – Marketing und Digitalisierung. Für jedes der drei Projekte sind laut Köhler rund 100 000 Euro veranschlagt. Wird der Antrag genehmigt, müssten die Projekte bis 31. Dezember 2023 umgesetzt werden.

Aufenthaltsqualität: Kurpark als Ort, für eine Ruhepause

Die Aufenthaltsqualität im Bereich der Einkaufsstraßen (Wildunger Straße, Kasseler Straße, Zum Kurpark) soll verbessert werden. Künftig sollen bei den Geschäften Ruhebänke aufgestellt werden. In unmittelbarer Nähe des Ensembles Tegut-Markt, Krankengymnast Benzenberg und dem Restaurant „La Taverna“ befindet sich der Kurpark. Die dortigen Pavillons und deren Umfeld sollen aufgewertet werden.

Künftig könnte der Park, so Köhler dann stärker als Ruheraum Teil des Einkaufserlebnisses werden. Außerdem soll eine neue Beleuchtung des Weges von der Hardtwaldklinik I in den Ortskern mehr Patienten in die Geschäfte locken.

Teilhabe und Integration: Ideen für leerstehenden Gebäudeteil

In Bad Zwesten sollen bis zu fünf weitere behindertengerechte Parkplätze geschaffen werden. „Wir haben sehr wenige“, so Köhler. Bei einem leerstehenden Teil eines Gebäudes am Heimatmuseum soll geprüft werden, wie es künftig genutzt werden kann, um Menschen im Ortskern zusammenzubringen. Folgende Optionen gebe es: Kunstausstellungen verbunden mit Malkursen, ein Treffpunkt für Jugendliche in Kooperation mit der geplanten Stelle „Gemeinwesenarbeit“ oder auch ein Ort für Integrationsarbeit.

Beispielsweise könnten dort Deutschkurse für Asylbewerber und Flüchtlinge angeboten werden oder ein Café zum Kennenlernen für Neubürger organisiert werden. Außerdem soll die Entstehung einer Krankengymnastikpraxis mit einer Anschubfinanzierung gefördert werden. Das derzeitige Angebot in Bad Zwesten sei unzureichend.

An den beiden schönsten Plätzen im Ortskern (Platz an der Sandkaute und Rathausvorplatz) fehlen Sitzgelegenheiten und ein gastronomisches Angebot. In Kooperation mit Gastronomiebetrieben soll sich das ändern. Neue, einheitliche Stühle und Tische sollen angeschafft werden.

Stadtentwicklungskonzept: Wohin soll es für Bad Zwesten gehen?

Der Wunsch nach einem Konzept, das aufzeigt, wie sich Bad Zwesten in den kommenden Jahren entwickeln soll, entstand in der Diskussion um einen möglichen neuen Rewe-Markt. Mit dem Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ könne dieses nun entwickelt werden. Ziel des Stadtentwicklungskonzepts mit den Schwerpunkten Marketing und Digitalisierung ist, Leerstand im Ortskern nutzbar zu machen und künftig zu vermeiden. Die wichtigste Frage hierbei: Wie können Menschen ins Zentrum gelockt werden?

Dazu werde auch ein Blick auf die Geschäfte geworfen. Was können sie tun, um noch attraktiver für Kunden zu werden? Unter anderem gehe es darum, die Waren besser zu präsentieren – hierbei spielen Reflektoren, Storytelling (Geschichten erzählen) und punktuelle Lichtstrahler, die auf einzelne Produkte aufmerksam machen sollen, eine Rolle. Außerdem solle darüber nachgedacht werden, wie die Patienten der Hardtwaldkliniken anstatt beim Onlinehändler Amazon zu bestellen, digital einen Blick auf das Warenangebot der Läden in Bad Zwesten werfen können. (Christina Zapf)

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