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Verein richtet Platz unterhalb von Burgruine Löwenstein her

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Von: Christina Zapf

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Haben Teile der Mauer des ehemaligen Palas neu aufgebaut: von links Hans-Wernher von Loewenstein und Stefan Magerkurth. Beide engagieren sich für die „Freunde der Burg Löwenstein“.
Haben Teile der Mauer des ehemaligen Palas neu aufgebaut: von links Hans-Wernher von Loewenstein und Stefan Magerkurth. Beide engagieren sich im Verein „Freunde der Burg Löwenstein“. © Christina Zapf

Der Verein „Freunde der Burg Löwenstein“ hat den früheren Palas hergerichtet, um den Platz für Veranstaltungen nutzen zu können. Vom Land Hessen gab es dafür 4500 Euro.

Oberurff-Schiffelborn – Die Mitglieder des Vereins „Freunde der Burg Löwenstein“ kümmern sich um den Erhalt der Burgruine oberhalb von Oberurff-Schiffeborn. Um den früheren Palas künftig für Veranstaltungen nutzen zu können, haben sie den Platz hergerichtet. Das Land Hessen hat das Projekt mit 4500 Euro aus dem Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ unterstützt.

„Wir haben Teile der Mauern neu aufgebaut und gesichert“, sagt Stefan Magerkurth, Vorsitzender des Vereins „Freunde der Burg Löwenstein“. Die Mauerreste begrenzen den Platz, an dem sich einst der Palas (Hauptgebäude einer Burg mit Wohn- und Festsaal) befand. Außerdem haben einige Vereinsmitglieder zusammen mit einer örtlichen Baufirma das Terrain eingeebnet. Ein neuer Bodenbelag wurde aufgebracht und Rasen eingesät. „Vorher wuchs dort viel Unkraut“, sagt Wernher von Loewenstein. Nun könne an der Stelle des ehemaligen Palas künftig eine Bühne aufgebaut werden.

Burg Löwenstein: Verein richtet Platz unterhalb von Turm her

Im Sommer hatten sich die „Freunde der Burg Löwenstein“ für das Programm des Landes Hessen beworben. Ihre Pläne setzten sie im Oktober und November um. Der Verein beteiligte sich mit 500 Euro am Projekt und brachte außerdem die Arbeitsleistung von acht Mitgliedern ein. Mit den Neuerungen kann der Platz künftig besser für Veranstaltungen wie Konzerte genutzt werden.

Ziel sei, dass dadurch noch mehr Leute auf die Löwenburg aufmerksam werden. „Wir wollen als Verein diesen Ort als wunderschönes Ausflugziel erhalten, hier soll man verweilen und sich wohlfühlen“, sagt Magerkurth. Für ihn ist die Anlage ein Stück Ortsgeschichte. „Sie gehört zum Dorf“, sagt er.

Ist das Erkennungszeichen der Burgruine Löwenstein: der Turm.
Ist das Erkennungszeichen der Burgruine Löwenstein: der Turm. © Christina Zapf

Wernher von Loewenstein, ebenfalls im Vorstand des Vereins sieht die Burgruine als einen geschichtsträchtigen Ort. Einst lebten seine Vorfahren auf der Burg, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde. „Ich freue mich, dass sie heute für die Öffentlichkeit als Ausflugsziel erlebbar ist“, sagt der 70-Jährige, der auf dem Familienanwesen in Reptich lebt.

Unweit des Turms der Burgruine Löwenstein befindet sich die Jausenstation

Bereits 1999 bis 2002 sei die Burgruine renoviert worden. „Der Burggraben wurde begehbar gemacht, um den Menschen die Größe der einstigen Burganlage zu veranschaulichen“, sagt von Loewenstein. Auch Wasser- und Abwasserleitungen, sowie Elektrik wurden bis auf den Berg gelegt.

Ebenfalls 1999 wurde der 7,5 Kilometer lange Rundwanderweg Burg Löwenstein-Weg geschaffen. Heute führt er die Zertifizierung „Traumtour“ des Deutschen Wanderverbands. 2002 sei der Turm von seiner Familie an die Allgemeinheit übergeben worden, so von Loewenstein. „Dann haben wir festgestellt, dass viele Menschen herkommen.“

Freunde der Burg Löwenstein wollen Wahrzeichen erhalten

Und so kam schließlich die Idee auf, dort eine Jausenstation zu errichten. „Das Gebäude wurde von Reptich auf den Berg verpflanzt“, sagt von Loewenstein. Zum 1. Mai 2008 nahm die Jausenstation dann ihren Betrieb auf. Das Besondere: „Sie schwimmt auf Glaskugeln“, sagt der 70-Jährige. Wegen den historischen Fundamenten in der Erde durfte das Haus nicht fest mit dem Grund verbunden werden.

Auch in Zukunft möchten die „Freunde der Burg Löwenstein“ die verbliebenen Ruinen-Teile und den Turm erhalten. Außerdem gebe es Überlegungen, noch weitere Reste der einstigen Burganlage herzurichten und zugänglich zu machen. (Christina Zapf)

Wintergottesdienst: Ende Februar je nach Wetter entweder auf dem Platz unterhalb des Turms oder im ehemaligen Vorratskeller der Burg.

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