50.000 Euro Schaden

Brand in Mehrfamilienhaus in Bad Zwesten - Mann in Lebensgefahr

Bad Zwesten. Eine Woche nach dem verheerenden Brand in Zimmersrode hat es ein Feuer in Bad Zwesten gegeben, bei dem ein 54-Jähriger verletzt wurde. Er schwebt in Lebensgefahr.

Kurz vor 9 Uhr war am Donnerstag in einer Wohnung eines Sechsfamilienhauses im Wiesengrund im zweiten Obergeschoss ein Brand ausgebrochen. Während sich elf Bewohner des Hauses ins Freie retteten, war der 54-jährige Bewohner aus Bad Zwesten noch in der brennenden Wohnung. Die Feuerwehr fand ihn bewusstlos in der Küche liegen.

Wie Bad Zwestens Feuerwehr-Pressesprecher Christian Rinnert sagte, drangen zwei Angriffstrupps unter Atemschutz in die Wohnung vor. Während der eine Trupp löschte, brachte der andere Trupp den Mann aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich. Zusammen brachten sie den 54-jährigen aus dem Haus und übergaben ihn dem Rettungsdienst. Ein Rettungsteam musste ihn im Rettungswagen reanimieren, ein Rettungshubschrauber wurde angefordert. Da der Patient jedoch wegen der lebensgefährlichen Verletzungen durch die Rauchgase nicht Flugtauglich war, wurde er mit dem Rettungswagen ins Fritzlarer Krankenhaus gebracht. Laut Polizei befand sich der Mann am Donnerstagmittag in einem "lebensbedrohlichen Zustand".

Aktualisiert um 13 Uhr.

Unterdessen hatten Feuerwehrleute den Brand, der im Wohnzimmer entstand, gelöscht. Hier hatte der Mieter einen Ofen mit Holz und Kohle befeuert. Auch eine Kettensäge fanden die Beamten vor, mit dem in der Wohnung Brennholz zerkleinert wurde. Das verbrannte Mobiliar wurde von der Feuerwehr aus dem Fenster entsorgt, dazu wurde das Gebäude Druckbelüftet, um das tödliche Gas herauszublasen.

Brandschutzermittler der Polizei in Homberg hatten während der Rettungsarbeiten bereits mit den Ermittlungen begonnen. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen war der Brand im Wohnzimmer im Bereich des Holzofens ausgebrochen.

Die Klärung der genauen Brandursache bedarf laut Polizei weiterer Ermittlungen. Unmittelbar durch das Feuer betroffen war nur das Wohnzimmer. Weiterer Schaden entstand durch Ruß und Löschwasser. Nach einer ersten Einschätzung beläuft sich der durch den Brand entstandene Schaden auf 50.000 Euro.

Wie Bad Zwestens Bürgermeister Michael Köhler sagte, seien in diesem Sechsfamilienhaus obdachlose Menschen von der Gemeinde untergebracht. Bis auf die betroffene Wohnung werden die anderen Wohnungen durch das schnelle Vorgehen der Feuerwehr voraussichtlich wieder bewohnbar sein.

An der Brandstelle herrschte sowohl bei den Einsatzkräften als auch bei den Nachbarn große Betroffenheit. Alle hatten die Katastrophe von Zimmersrodenoch vor Augen. Deshalb auch das große Aufgebot an Einsatzkräften. Neben allen fünf Bad Zwestener Feuerwehren war auch die Bad Wildunger Feuerwehr mit ihrer Drehleiter im Einsatz, brauchte aber nicht eingreifen. Insgesamt waren 60 Feuerwehrleute vor Ort, zwei Rettungsteams der Malteser, ein Notarzt, der Leitende Notarzt des Schwalm-Eder-Kreises Dr. Hartmut Lotz, der Organisationsleiter für den Rettungsdienst Thomas Jäger, der stellvertretende Kreisbrandinspektor Robert Pfalzgraf und Kreisbrandmeister Bernhard Stirn. Auch der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker und Bürgermeister Michael Köhler informierten sich an der Einsatzstelle.

Feuer in Mehrfamilienhaus in Bad Zwesten

Von Peter Zerhau

Rubriklistenbild: © Zerhau

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