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Neue Pächterinnen für die Jause in Bad Zwesten

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Von: Christina Zapf

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Melanie Hubbe und Manuela Hubbe stehen vor der Jausenstation und halten Kuchen und Getränke in der Hand.
Neue Pächterinnen der Jausenstation in Oberurff-Schiffelborn: von links Melanie Hubbe und Manuela Hubbe. © Christina Zapf

Melanie Hubbe und Manuela Hubbe sind die neuen Pächterinnen der Jausenstation in Oberurff-Schiffelborn. Das Ausflugslokal liegt unterhalb der Burgruine Löwenstein aus dem 13. Jahrhundert mit dem Aussichtsturm.

Oberurff-Schiffelborn – Melanie Hubbe (47) und Manuela Hubbe (56) treten in große Fußstapfen. Knapp fünf Jahre hatte André Schröder das Gelände und die Gastronomie rund um die Jausenstation in Oberurff-Schiffelborn gepachtet und bespielt. Sehr zur Zufriedenheit des Vereins „Freunde der Burg Löwenstein“ (HNA berichtete). Dieser hat die Jausenstation von der Gemeinde gepachtet.

Seit Januar ist das „M & M-Team“ – wie Melanie und Manuela Hubbe sich nennen, der neue Pächter der am Fuß der Burgruine Löwenstein liegenden Gaststätte. Mit dem Geschäft in den ersten Wochen sind die beiden Frauen zufrieden: „Der Besuch war gigantisch dafür, dass Winter war“, sagt Melanie Hubbe. An der Jausenstation, die 2007 eröffnet wurde, herrscht an den Wochenenden reges Treiben: Wanderer, Kurgäste und Einheimische besuchen die Einkehrmöglichkeit am Kellerwaldsteig. Melanie und Manuela Hubbe, die in Kleinenglis wohnen, haben beide schon seit ihrer Kindheit mit der Gastronomie zu tun. „Das haben wir in die Wiege gelegt bekommen“, sagt Manuela Hubbe.

„Wir sind total glücklich und zufrieden. Es war die beste Entscheidung“, sagt Melanie Hubbe. Rund zehn Jahre hatten die beiden Frauen die Waldgaststätte am Campingplatz gepachtet. Die Zeit dort möchte Melanie Hubbe nicht missen, allerdings hätte sie sich ein besseres Auseinandergehen gewünscht. Der Verweis einer Sinti-Familie vom Campingplatz im vergangenen August sorgte dafür, dass sich das Verhältnis zwischen den beiden Frauen und dem Campingplatzbetreiber Camping Club Kassel (CCK) verschlechterte. Ende vergangenen Jahres trennten sich dann ihre Wege.

Melanie und Manuela Hubbe haben rot-weiß-karierte Gardinen für den urigen Gastraum der Jausenstation mit rund 30 Plätzen genäht und ihn gemütlich eingerichtet. Aufgrund des kleinen Raums raten sie zu Reservierungen am Wochenende. Draußen haben sie hingegen Platz für bis zu 80 Gäste.

Die beiden Frauen führen die Jausenstation als kleinen Familienbetrieb. Angestellte haben sie nicht. Deshalb haben sie den Außenbereich aufgeteilt: Auf dem gepflasterten Bereich vor dem Gebäude werden die Gäste von Melanie Hubbe bedient. Wer sich einen Platz auf der Grünfläche aussucht, für den gilt Selbstbedienung.

Auf der Karte stehen gutbürgerliche Gerichte: „Diebchen und Duckefett“, Käsespätzle, Schnitzel und selbst gebackene Kuchen. Jedes Wochenende gibt es neben der Speisekarte ein wechselndes Tagesgericht: Sauerbraten, gefülltes Kraut oder Rinderrouladen. „Futtern wie bei Muttern“, sagt Manuela Hubbe dazu. Sie kocht die Gerichte und backt die Kuchen. „Keine Showtorten, aber sie schmecken“, sagt sie. Melanie Hubbe kümmert sich um den Service, Reservierungen und Veranstaltungen. „Wir haben schon drei Hochzeiten für dieses Jahr“, sagt die 47-Jährige. Für Feierlichkeiten stehe die Jausenstation auch an Ruhetagen zur Verfügung.

Alle zwei Wochen donnerstags planen die neuen Pächterinnen, Live-Musik-Abende anzubieten. An diesen Tagen soll es dann auch frisch gezapftes Bier sowie Leckeres vom Grill geben. Den Auftakt macht Mike Gerhold – ausnahmsweise am Samstag, 23. April – ab 19 Uhr.

„Die Burgruine mit der Jause hat sich zu einem äußerst beliebten touristischen Anziehungspunkt in unserer Gemeinde entwickelt“, sagt Bürgermeister Michael Köhler, der die beiden Frauen und den Verein „Freunde der Burg Löwenstein“ zusammenbrachte. „Sie sind daher prädestiniert, die beliebte Jause gut zu bewirtschaften.“ (Christina Zapf)

Öffnungszeiten: Montag, Donnerstag und Freitag 14 bis 20 Uhr und Samstag und Sonntag 11.30 bis 20 Uhr.

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