Nabu und Dachdecker unterstützten

Niederurffer bauen für Störche ein neues Nest auf dem Scheunendach

Stehen vor einer Scheune in Niederurff:  von links Walter Pfeiffer, Karl-Heinz Gottwald, Dieter Hansmann und Phillip Rudolph.
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Kümmern sich unter anderem um das neue Storchennest: von links Walter Pfeiffer, Karl-Heinz Gottwald, Dieter Hansmann und Phillip Rudolph.

Zahlreiche engagierte Menschen aus Niederurff haben sich zusammengeschlossen, um ein neues Nest für Störche auf einem Scheunendach zu bauen. Schon jetzt hat sich ihr Engagement ausgezahlt.

Geht alles gut, gibt es vielleicht noch in diesem, auf jeden Fall aber im kommenden Jahr, einen neuen Besichtigungspunkt in Niederurff. Mehr als 30 Jahre lang befand sich auf dem Scheunendach vom Hof Rudolph ein Storchennest. 2019 war es so „verwohnt“, dass ein Sturm die Reste hinunter warf. Doch nun fanden sich Nachbarn zusammen und ein neues Nest wurde gemeinsam gebaut.

Vom Nabu gab es die fachmännische Bauanleitung. Der eine hatte imprägnierte Hölzer, der andere Bauschrauben und Kükendraht dabei. Ein geflochtener Kor-brand wurde bestellt von etwa 1,40 Metern Durchmesser. Mit Hilfe des Dachdeckers Frank Becker, unterstützt von Erwin Schmidt, konnten Walter Pfeifer, Karl-Heinz Gottwald und Dieter Hansmann den Unterbau hoch oben auf dem First befestigen.

Es wurde wohl alles richtig gemacht. Nur drei Tage später ertönte das Klappern der langen, roten Schnäbel. So konnte bereits beobachtet werden, wie sich ein Storch ins Nest hockte. Es war wohl das Weibchen. Die beiden anderen Vögel standen links und rechts auf dem Scheunendach und plusterten sich im Wettbewerb mächtig auf.

Es fiel eine Entscheidung und der Verlierer segelte ab. Nicht weit vom Nest befindet sich am Ufer der Schwalm ein Biotop. In der Nähe sind auch saftige Wiesen am Betriebsgelände des früheren Löwensprudels Garanten für Nahrung. Störche fressen Frösche, aber auch anderes Kleingetier und, allerdings selten, kleine Katzen. Im Winter fliegen sie bis zu 20 000 Kilometer hin und zurück zu den Winterquartieren in Afrika. Im Schnitt werden sie 20 Jahre alt. Bekannt ist ein Vogel, der erst mit 48 Jahren starb. Ob das von den neuen Mitbewohnern zu erwarten ist? Jedenfalls wird die Nestbaugruppe beobachten, was in luftiger Höhe geschieht. Nachwuchs wird es wohl erst im kommenden Jahr geben. Doch das Storchenpaar begibt sich gegen 20 Uhr jeden Abend im Neubau zur Ruhe. Siedeln sich diese schönen Vögel wieder an, weist das auf eine gesunde Natur in der Umgebung hin.

An der Storchen-Initiative sind einige Menschen beteiligt, unter anderem auch Christine von Urff, Regina Pfeffer, Elke Rudolph, Barbara Gottwald, Andrea Siebert und Marion Hausmann.

Und eines weiß ja jeder: Störche bringen Babys, zumindest heißt es so in einer bekannten Redewendung. So wird wohl demnächst die Einwohnerzahl und damit die Unterstützer des Projekts.

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