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Feuerwehr Bad Zwesten setzte bei Veranstaltung im Kurpark auf Sicherheit

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Von: Claudia Brandau, Peter Zerhau

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Feuerbringer: Michael Brockmann (links) und Karsten Becker zündeten das Osterfeuer an.
Michael Brockmann (links) und Karsten Becker zündeten das Osterfeuer an. © Zerhau, Peter

Das erste Bad Zwestener Osterfeuer seit drei Jahren lockte am Karsamstag viele Besucher in den Kurpark. Gegen 20 Uhr entzündeten Michael Brockmann und Karsten Becker von der Feuerwehr den rechteckigen Turm aus gestapeltem Holz. Hinter dem abgesperrten Brennbereich beobachten die Besucher das Feuer und das Spiel der Funken.

Viele Hände, schweres Gerät und eine sichere Konstruktion: Die Feuerwehr Bad Zwesten schichtete das Osterfeuer im Kurpark nicht als aufragenden Stapel, sondern wie ein Fundament für eine Blockhütte auf.
Viele Hände, schweres Gerät und eine sichere Konstruktion: Die Feuerwehr Bad Zwesten schichtete das Osterfeuer im Kurpark nicht als aufragenden Stapel, sondern wie ein Fundament für eine Blockhütte auf. © Peter Zerhau

Bad Zwesten Im Innenraum wurden trockene Äste, Stroh und Stangenholz eingearbeitet. Da es in den vergangenen Tag relativ trocken war, brannte der Holzstoß gleich nach dem Entzünden gut durch.

Die Feuerwehr ist seit 30 Jahren für das Osterfeuer im Kurort zuständig, am Morgen des Karsamstags hatten 35 Helfer begonnen, mit schwerem Gerät, die Stämme zu einem sicher gestapelten Turm aufzubauen. Sie schnitten mit Kettensägen Kerben in die Stämme, in die dann per Greifer weitere Stämme eingelegt und gegen eventuelles Wegrutschen gesichert wurden. Am Ende wirkte die Unterkonstruktion auf den ersten Blick wie das Fundament für eine Blockhütte.

Als es am Samstagabend entzündet wurde, hatten weder Feuerwehrleute noch Gäste eine Ahnung vom Unglück in Diemelsee-Wirmighausen, das sich kurz nur zuvor ereignet hatte. Dort war ein riesiger Osterfeuerstapel eingestürzt und hatte einen 31-Jährigen getötet und sieben weitere Männer teils schwer verletzte (siehe auch Seite 9).

„Wir achten beim Aufbau stark auf die Sicherheit“, sagt Feuerwehrsprecher Christian Rinnert auf Anfrage unserer Zeitung am Ostermontag. Das bedeute nicht nur, dass stets Abstände eingehalten werden, wenn schwere Maschinen mit Greifern Stämme rücken. Es bedeute vor allem, dass das Osterfeuer nicht als Stangenkonstruktion aufgestellt, sondern wie ein Blockhaus, aber ohne Tür und Fenster errichtet wird.

Die Feuerwehr sei sehr betroffen von dem Unglück, sagt Rinnert auch im Namen der Wehrführer Marc Bachmann und Christopher Losekamp: „Wir sind in Gedanken bei den Verletzten und Hinterbliebenen.“ Es sei tragisch, dass es bei einem solchen fröhlichen Anlass zu einem solch tragischen Unglück gekommen sei. (Von Peter Zerhau und Claudia Brandau)

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