Pächter für die Jause gesucht

Freunde der Burg Löwenstein in Oberurff/Schiffelborn nehmen Abschied von Betreiber

Wünschen sich einen neuen Pächter für die Jausenstation: von links Stefan Magerkurth, Reinhold Theis und Jens Sonntag, vorne Pächter André Schröder Eva Friedrich und Wernher von Löwenstein.
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Wünschen sich einen neuen Pächter für die Jausenstation: von links Stefan Magerkurth, Reinhold Theis und Jens Sonntag, vorne Pächter André Schröder Eva Friedrich und Wernher von Löwenstein.

Wenn eine Kündigung so großes Bedauern auslöst, dann hat man doch alles richtig gemacht im Job: Die Freunde der Burg Löwenstein suchen einen neuen Pächter für die Jausenstation unterhalb des historischen Gebäudes in Oberurff/Schiffelborn.

Oberurff/Schiffelborn – Pächter André Schröder übernimmt ab Januar andere Aufgaben, der Verein sucht einen Nachfolger für den Gastronomen, der in den vergangenen knapp fünf Jahren das Gelände und die Gastronomie rund um die Jausenstation bespielt, belebt und betrieben hat. Und das mit dauerhaftem Erfolg: „Er hat das wirklich hervorragend gemacht“, so das Fazit von Vereinsvorsitzendem Stefan Magerkurth.

Schöne Deko, weiter Blick: Von der Jausenstation sieht man weit übers Land.

Die Messlatte liegt also hoch für den Nachfolger, der Erfahrungen in der Gastronomie, aber auch ein Händchen für den Umgang mit Menschen haben soll. Und der das Ausflugslokal an mindestens drei Tagen die Woche öffnet. Denn an der Jausenstation, die 2007 eröffnet wurde, herrscht an den Wochenenden reges Treiben: Wanderer, Kurgäste, Einheimische besuchen die Einkehrmöglichkeit am Kellerwaldsteig.

Gerade montags ist dort immer richtig viel los: Um den Gastronomen im Ort nicht allzu große Konkurrenz zu machen, hatte Pächter Schröder auch montags geöffnet – und viele Menschen mit einem flexiblen Kalender nutzten das, um dort einzukehren. Die kulinarische und atmosphärische Qualität der Jausenstation, die die Bad Zwestener Gastronomielandschaft belebt, hat sich längst herumgesprochen.

Der bevorstehende Abschied fällt auch Pächter André Schröder schwer, doch seine Entscheidung steht fest: Nach den anstrengenden und kräftezehrenden Coronamonaten sucht er andere Aufgaben. Das Ausflugslokal habe erst Mitte Juni öffnen können, zuvor war es coronabedingt geschlossen gewesen. „Die Krise hat uns voll ausgebremst – und das muss ich erst einmal alles verdauen“, sagt der 46-Jährige. Der Vorstand der Freunde der Burg hat Verständnis, aber eben nun auch das Nachfolgerproblem. Das Ausflugslokal soll auch künftig mit Leben erfüllt sein. Genau wie der Verein selbst: Der ist auch auf der Suche nach neuen Mitgliedern, die bei Arbeitseinsätzen mit anpacken, den Burgturm, der eine super Fernsicht bietet pflegen und ihn vom wuchernden Grün freischneiden, sich für dessen Erhalt einsetzen.

Wer Kontakt mit dem Verein als Mitglied oder Gastronom aufnehmen will, ist willkommen. Genau wie beim Winterfest, das für Sonntag, 19. Dezember, ab 17 Uhr mit Feuer, Punsch und Schmalzenbrot geplant ist. Vielleicht wegen der Tatsache, dass das Fest eine gute Gelegenheit zum Tschüss sagen ist – André Schröder wird wohl viele Abschiedsworte hören.

Kontakt: stefan-magerkurth@t-online.de (Claudia Brandau)

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