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Ein Pfau ist in Bad Zwesten unterwegs

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Von: Christina Zapf

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Ein Pfau reckt sich nach Futter.
Vom Schnabel bis zur Schleppenspitze wird ein Hahn (Foto) etwa zwei Meter lang und wiegt etwa vier bis sechs Kilogramm. Die Hennen sind deutlich kleiner und leichter. © Detlef Schürbrock

Ein Pfau hält Anwohner in Bad Zwesten in Atem. Seit einigen Wochen wird er in ihrem Wohnviertel gesichtet. Unklar ist, woher der Ziervogel kommt.

Bad Zwesten – In Bad Zwesten ist ein Pfau unterwegs. Unter anderem fühlt er sich in der Straße „Zum Treisberg“ wohl. Dort wohnt auch Dieter Trinks, ein Anwohner, der sich nun an die HNA wandte.

„Ich sehe ihn seit zwei Wochen“, sagt er. Jeden Morgen läuft Trinks seine Runde, die Straße „Zum Treisberg“ hoch in Richtung Wald. Auf dieser Strecke hat er beobachtet, wie der Pfau über die Straße lief. „In der Gegend ist er unterwegs.“ Der Hühnervogel erkundet Gärten und bezieht auf Zäunen und Dächern Position. „Er schläft oft auf dem Schornstein eines Hauses“, sagt Trinks.

In der Nachbarschaft sei man ratlos, woher der Pfau kam und es sei unklar, wie es mit ihm weitergeht. „Ich hoffe, dass ihn jemand vermisst“, sagt der Bad Zwestener. Auch Manfred Hönig sichtet den Pfau immer wieder. „Er sitzt jeden Tag auf den Dächern oder spaziert durch die Gärten“, sagt er. Vor allem morgens und abends kreische der Ziervogel. Bislang habe er trotz einer Reihe von Anrufen, unter anderem bei der Gemeinde, die daraufhin ihrerseits Nachforschungen anstellte, keinem Besitzer zugeordnet werden können.

Pfau ist in Bad Zwesten unterwegs: Er wird immer wieder gesichtet

Laut Detlef Schürbrock, der ebenfalls in der Straße „Zum Treisberg“ wohnt, ist der Pfau schon seit sieben oder acht Wochen im Viertel unterwegs. „Wir haben ihm den Namen Paul gegeben“, sagt er. Schürbrock hat sich bereits an den plötzlich aufgetauchten Pfau gewöhnt. „Er ist wie ein zugelaufenes Haustier.“

Der Vogel sei beringt, würde bislang aber wohl nicht vermisst. Schürbrock legte in den Wintermonaten in seinem Garten Vogelfutter aus, eines Tages im März habe sich daran auch der Pfau bedient. „Er gleitet eine Strecke von zehn bis zwanzig Metern“, sagt Schürbrock. So komme er zum Schlafen auch auf den Ast eines Baums oder auf den Kamin eines Hauses. Auch er vernehme die Schreie des Vogels: „Er ruft sehnsüchtig nach einer Frau“, vermutet Schürbrock.

„Paul“ ist laut Jörg Beyer von der Gemeinde Bad Zwesten nicht der erste Pfau, der im Kurort auftaucht. Doch weder damals noch heute konnte die Herkunft des Vogels geklärt werden. Einfangen sei bei dem scheuen Tier schwierig. Eine Betäubung durch einen Tierarzt berge das Risiko einer Überdosis. Da „Paul“ bislang weder für die Einwohner noch für den Verkehr eine Gefahr darstellt, sehe das Ordnungsamt keinen Handlungsbedarf. Der Pfau darf aktuell also so lange bleiben, wie er will. (Christina Zapf)

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