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Einbrüche: Sichere Fenster schrecken Täter ab

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Von: Christina Zapf

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Ein Mann demonstriert, wie einfach es für einen Einbrecher wäre, mithilfe eines stabilen Schraubenziehers ein geschlossenes Fenster von außen zu öffnen.
Ein Mann demonstriert, wie einfach es für einen Einbrecher wäre, mithilfe eines stabilen Schraubenziehers ein geschlossenes Fenster von außen zu öffnen. © Frank Rumpenhorst/dpa

Nach zwei Raubüberfällen in Bad Zwesten bietet die Polizei zusammen mit der Gemeinde einen Informationsabend zum Thema „Einbruchschutz“ an.

Bad Zwesten – Ein Informationsabend zum Thema „Einbruchschutz“ findet am Montag, 5. Dezember, ab 19 Uhr im Kurhaus Bad Zwesten statt. Markus Brettschneider, kriminalpolizeilicher Berater des Schwalm-Eder-Kreises, berät die Teilnehmer. Anlass ist, dass in der Gemeinde innerhalb einer kurzen Zeitspanne zwei Senioren nachts überfallen wurden (HNA berichtete). Die Täter erbeuteten Bargeld und Wertgegenstände und könnten flüchten. Wir haben mit Markus Brettschneider darüber gesprochen, wie man sich vor Einbrüchen schützen kann.

Wie kam die Veranstaltung zustande?

„Wir haben sie angeboten“, sagt Markus Brettschneider von der Polizei. Partner sei die Gemeinde. Raubüberfälle beunruhigten die Bevölkerung, so der kriminalpolizeiliche Berater. Er informiere deshalb rund um den Einbruchschutz und beantworte Fragen der Teilnehmer. „Ich mache das öfter auf Anfrage oder nach einer Häufung von Einbrüchen, wie beispielsweise kürzlich auch in Frielendorf“, so Brettschneider.

Worüber können sich die Teilnehmer informieren?

Beispielsweise werde erklärt, wie alte Holzfenster einbruchssicher gemacht werden könnten. Das funktioniere unter anderem mit abschließbaren Fenstergriffen und einer einbruchshemmenden Folie, die das Fensterglas verstärkt. Die Fenster eines Einfamilienhauses im Erdgeschoss nachrüsten zu lassen, koste zwar mehrere Tausend Euro. Doch allein für das eigene Sicherheitsgefühl lohne sich die Investition. Wichtig: Wenn man sich mit dem Thema Einbruchschutz befasse, dann müsse man alle möglichen Zugänge sichern, und nicht nur beispielsweise die Fenster. Hilfreich für einen Überblick zu den Möglichkeiten sei die Internetseite: k-einbruch.de

Schutz kann Einbrüche verhindern

Was ist noch effektiv?

Außerdem gebe er Hinweise zum richtigen Verhalten, um Einbrüche von vorneherein zu vermeiden: Das Licht brennen zu lassen sei beispielsweise ein effektiver Einbruchschutz. Die Zahl der versuchten (fehlgeschlagenen) Einbrüche mache 40 bis 50 Prozent der insgesamt erfassten Einbrüche aus. „Das ist ein ganz guter Wert“, sagt Brettschneider.

Und er zeige: Viele Taten scheitern, weil die Kriminellen ihr Vorhaben aufgeben. Zu den versuchten Einbrüchen würden auch Einbrüche gezählt, bei denen die Täter nichts erbeuten.

Was sollte man bei neuen Fenstern beachten?

„Wichtig ist, auf die Widerstandsklasse 2 (RC 2) zu achten, da kommt man mit dem Schraubenzieher nicht mehr rein“, sagt Brettschneider. Ein neues Fenster sollte verfügen über: eine Pilzkopfverriegelung, einbruchhemmendes Glas und einen geprüften, abschließbaren Griff. Außerdem sollte es von einem Fachbetrieb eingebaut werden.

Beratung: Kriminalpolizeilicher Berater für den Landkreis, Markus Brettschneider, Tel. 0 56 81/77 41 30.

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