Streit um Straßenbeleuchtung in Bad Zwesten dauert an

Bad Zwesten. Der Streit um die verkürzte Nachtbeleuchtung in Bad Zwesten dauert an. Die Gemeinde verstoße gegen geltendes Recht, wenn um Mitternacht die Laternen ausgingen - so lautet der Vorwurf eines HNA-Lesers.

Denn genau wie die Bad Zwestener Straßen lägen nun auch die drei Bad Zwestener Fußgängerüberwege im Dunkeln.

Das verstoße gegen das Gesetz, so der Vorwurf. Denn nach § 26 der Straßenverkehrsordnung müssten Querungshilfen wie Zebrastreifen aus Sicherheitsgründen stets beleuchtet sein.

Das sei korrekt, sagt Polizeisprecher Reinhard Giesa auf Anfrage der HNA. Ein Fußgängerüberweg müsse auch bei „ungünstigen Bedingungen“, also in der Dunkelheit, für die Autofahrer erkennbar sein. Dessen Beleuchtung muss sogar eine eigene Lichtfarbe aufweisen: „Eine Straßenbeleuchtung beleuchtet, wie der Name sagt, die Straßen“, sagt Giesa. Für die Beleuchtung von Fußgängerüberwegen gebe es eigene DIN-Normen und Richtlinien. Verkehrstechnische Anlagen, so das Fazit des Polizeisprechers, müssen jederzeit so durch eine Beleuchtung gekennzeichnet werden, dass Fußgänger für Autofahrer rechtzeitig erkennbar werden.

Bürgermeister Michael Köhler ist das alles durchaus bewusst: Findige Mitbürger hätten die Gemeinde jetzt darauf aufmerksam gemacht, dass mit der verkürzten Brenndauer der Lampen nicht nur die Straßen, sondern auch die Zebrastreifen im Dunkeln lägen. „Es war uns nicht bewusst, dass alle Lampen an einem Schaltkreis hängen“, sagt Köhler. „Natürlich sind wir an die Gesetze gebunden“, sagt Köhler. Die Gemeinde habe sofort reagiert, als sie vom Problem erfahren habe und die Stromkreise neu geschaltet.

Dieses Versehen sei mittlerweile korrigiert worden, sagt Köhler: Seit vorigem Freitag würden die Zebrastreifen nun, wie es das Gesetz vorschreibt, auch während der dunklen Phase beleuchtet.

Von Claudia Brandau

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