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Tipi für Kita- und Kindergartenkinder in Bad Zwesten

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Von: Christina Zapf

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Über das Tipi freuen sich insbesondere die Kinder der Kindertagesstätte „Welt-Entdecker“ und des Kindergartens „Die Wühlmäuse“. Silas Banchereau und Louis Marx (vorne, von links) waren bei der Eröffnung dabei.
Über das Tipi freuen sich insbesondere die Kinder der Kindertagesstätte „Welt-Entdecker“ und des Kindergartens „Die Wühlmäuse“. Silas Banchereau und Louis Marx (vorne, von links) waren bei der Eröffnung dabei. © Christina Zapf

Die Kindertagesstätte „Welt-Entdecker“ und der Kindergarten „Die Wühlmäuse“ in Bad Zwesten haben nun ein Tipi. Mit diesem kann ein waldpädagogisches Konzept umgesetzt werden. 

Oberurff-Schiffelborn – Auf einer Wiese hinter dem Spielplatz an der Schlossbergstraße in Oberurff-Schiffelborn haben die Kindertagesstätte (Kita) „Welt-Entdecker“ und der Kindergarten „Die Wühlmäuse“ jetzt eine Außenstelle. Dort steht ganzjährig ein Tipi. Es bietet den 132 Jungen und Mädchen, die die gemeindeeigenen Einrichtungen in Bad Zwesten besuchen, einen Unterschlupf, wenn sie als Walddetektive die Natur zu jeder Jahreszeit und mit allen Sinnen erleben.

Rund 18 000 Euro hat das Tipi insgesamt gekostet. Der Förderverein der Kita „Welt-Entdecker“ hatte zu dem Projekt einen Förderantrag bei der Leader-Region Kellerwald-Edersee gestellt. Diese bezuschusste das Tipi mit 9830 Euro aus dem Regionalbudget 2022, so der Vorstandsvorsitzende, Ralf Gutheil, der zugleich Bürgermeister von Bad Wildungen ist. Laut Lisa Küpper, Regionalmanagerin der Leader-Region Kellerwald-Edersee, fügte sich das Tipi wunderbar in das Regionalbudget, denn in diesem Jahr hätten Projekte für Kinder und Jugendliche Priorität. Auch die Gemeinde Bad Zwesten unterstützt die Anschaffung, indem sie die Wiese zur Verfügung stellt und 983 Euro zum Kauf des Tipis beisteuert. Den restlichen Betrag stellte der Förderverein der Kita „WElt-Entdecker“:

Bad Zwesten: Die Jungen und Mädchen sollen bei Waldwochen spielerisch die Natur erleben

Mit dem großen Zelt, dessen Aussehen an die Behausungen der Ureinwohner Nordamerikas angelehnt ist, wollen die Kindertagesstätte „Welt-Entdecker“ und der Kindergarten „Die Wühlmäuse“ ihre natur- und waldpädagogischen Angebote erweitern. Die Erzieherinnen haben ein Bildungskonzept erarbeitet, um Kinder an die Natur und an Umweltthemen heranzuführen. Die Jungen und Mädchen sollen bei Waldwochen spielerisch die Natur erleben und entdecken können. Ziel sei, ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Umgebung und darin vorkommenden Lebewesen sowie Pflanzen zu vermitteln. Im besten Fall behalten sie diesen dann auch im weiteren Leben bei. Außerdem sollen die Kreativität und die Motorik der Kinder gefördert werden.

Der Innenraum des Tipis hat eine Größe von acht Quadratmetern und bietet somit ausreichend Platz für eine Gruppe Kindergartenkinder. Das Tipi, hergestellt von einer Schweizer Firma, wurde aufgrund von Lieferengpässen bei Materialien später als geplant geliefert. Der Aufbau erfolgte ebenfalls anders als vorgesehen nicht durch die Firma, sondern via Anweisung per Telefon – und war eine Herausforderung, wie die Vorsitzende des Fördervereins der Kita „Welt-Entdecker“, Daniela Kritzmann, berichtet. Beim Holzboden konnte das Unternehmen das Angebot nicht halten und so suchte Kritzmann nach einer Alternative.

Kita und Kindergarten können mit Tipi neues Konzept umsetzen

Die zwei örtlichen Firmen, das Bauunternehmen Erwin Heer und der Schreiner Felix Heer, sprangen schließlich ein. Das Bauunternehmen schuf mit einer Kiesschüttung, die Grundlage, auf der dann die Schreinerei zusammen mit dem Bad Zwestener Bauhof den langlebigen und widerstandsfähigen Boden aus Lärchenholz verlegte. Der Zeitdruck war laut Kita-Gesamtleiterin Hildegard Müller-Ploghaus groß, denn bei Projekten, die zu Teilen vom Regionalbudget finanziert werden, muss laut Gutheil die Umsetzung und Abrechnung im laufenden Jahr erfolgen. „Wir sind stolz darauf, dass wir es geschafft haben“, sagt Kritzmann.

Das neue Konzept zur Waldpädagogik passt laut Bürgermeister Michael Köhler gut zur Kurgemeinde. Das Immunsystem der Kinder werde draußen gestärkt und sie könnten ihren Bewegungsdrang ausleben. (Christina Zapf)

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