Standing Ovations

Vergnügen auf höchstem Niveau lieferte das Neujahrskonzert im Kurhaus Bad Zwesten

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Lockere Stimmung beim Neujahrskonzert: von links die Gesangssolisten Viktoria Car und Dietmar Sander mit (von hinten) Musikdirektor Christian Fitzner vom Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode.

Bad Zwesten. Mit drei lautstark geforderten Zugaben, Standing Ovations und restloser Begeisterung der Zuhörer endete das Neujahrskonzert am Sonntagabend im Kurhaus in Bad Zwesten.

Das bewährte Team aus dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode mit Musikdirektor Christian Fitzner, der österreichischen Sopranistin Viktoria Car und dem Tenor Dietmar Sander aus Hannover bot wieder Vergnügen auf höchstem Niveau: Musik, voller Esprit und Charme interpretiert, gewürzt mit witzigen Einfällen.

Gut gelaunte Solisten 

Zwei gut gelaunte, stimmlich hervorragend aufeinander eingestimmte Solisten, die zu jedem Spaß bereit sind: Viktoria Car mit leicht und locker gesungenen Koloraturen in der Arie der Rosina aus Gioacchino Rossinis „Barbier von Sevilla“, oder auch in höchsten Höhen trillernd, etwa als Lerche aus „Wo die Lerche singt“ von Franz Lehar.

Dietmar Sander als Farmer mit dunklem Timbre war mit „Oh, what a beautiful Morning“ aus dem Musical „Oklahoma“ ebenso überzeugend wie mit „Schlag nach bei Shakespeare“ von Cole Porter. Duette wurden nicht nur gesungen, sondern vor allem auch gespielt: „Es grünt so grün“ aus „My fair Lady“ von Frederick Loewe endete in einem Stierkampf mit Car und Sander, andere wurden mit Tanz oder Neckereien vorgetragen.

Das Kammerorchester rundete das Programm aus Arien aus Oper, Operette, Musicals und Wiener Liedern ab mit Ouvertüren und Polkas, wie zum Beispiel ein rasend schnelles „Elektrophor“ von Johann Strauß oder die „Tritsch-Tratsch-Polka“, ebenfalls von Strauß. Das „Perpetuum Mobile“ von Strauß konnte, als das Orchester so richtig in Fahrt war, ohne Dirigent weiterlaufen.

Und es endete natürlich mit dem Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Strauß, zu dem Car und Sander im Raum tanzten. Als letzte Zugabe wurde der Radetzky-Marsch gespielt, und wie im Neujahrskonzert aus Wien wünschten die Musiker den Besuchern ein „Prosit Neujahr!“

Von Agnes Dürr

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