471 Menschen nahmen teil

Viele wollten Lara Göbel bei der Typisierungsaktion helfen

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Setzen ihre Hoffnung auf einen Stammzellenspender: Laura Göbel (Mitte) mit ihren Eltern Natascha und Markus Göbel. 

Bad Zwesten. Die 18-jährige Lara Göbel leidet an einer lebensbedrohlichen Erkrankung des blutbildenden Systems. Eine Stammzellenspende kann ihr helfen, wieder gesund zu werden.

Bei einer Registrierungsaktion am Sonntag war die Hilfsbereitschaft groß.

471 Männer und Frauen ließen sich typisieren. Dazu reicht inzwischen ein Abstrich der Wangenschleimhaut. Zu der Aktion hatte die Familie zusammen mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufgerufen.

Die Freiwilligen kamen nicht nur aus Bad Zwesten, sondern auch von weit außerhalb, unter anderem aus Kassel, Marburg, Bromskirchen, Staufenberg und aus der Nähe von Einbeck. Außerdem gingen 4100 Euro an Spenden für die Typisierungsaktion ein.

Maria Schmidt, Mitarbeiterin bei der Spendervereinigung der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei (DKMS) aus Köln, war begeistert, mit welcher Ruhe und guter Organisation die Typisierung ablief. Die Teilnehmer mussten drei Stationen durchlaufen. An der ersten erfolgte die Datenerfassung, dazu wurde die Einverständniserklärung unterzeichnet und der Wangenschleimhautabstrich gemacht.

Dann ging es zur Zwischenkontrolle an die zweite Station, wo auch die Stäbchen abgegeben wurden. Zuletzt an der Endkontrolle wurde die Einverständniserklärung abgegeben und die Spender erhielten ihren vorläufigen Spenderausweis. Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatten die 75 freiwilligen Helfer aus Bad Zwesten von der Feuerwehr, den Handballfrauen, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Malteser Hilfsdienst, der Fritzlarer Tanzschule Tisiotti sowie die Frauen der Zumbagruppe um Yvonne Winter, die Kaffee und gespendeten Kuchen verkauften.

Wie Christian Rinnert von der Feuerwehr sagte, sei die Aktion auch sehr gut angelaufen. Bereits nach einer Stunde hatten sich 110 Leute typisieren lassen. Aufmerksam geworden waren die Menschen auch durch die Veröffentlichung in der HNA und den Aufruf über Facebook, wo über 21.000 Leute den Post der Bad Zwestener Feuerwehr gelesen hatten.

Das Verfahren ist inzwischen sehr unkompliziert: Mit einem Stäbchen wird ein Abstrich der Wangenschleimhaut genommen. Steffi und Daniel Thiele aus Werkel zeigen hier, wie es funktioniert.

Mit dabei waren auch Steffi und Daniel Thiele aus Fritzlar-Werkel. Die beiden hatten unter anderem durch eine E-Mail des Fritzlarer Stadtmarketings davon erfahren und waren spontan nach Bad Zwesten gekommen. Wie Daniel Thiele sagte, habe man ohnehin geplant, sich typisieren zu lassen und jetzt die Gelegenheit in Bad Zwesten genutzt.

Wie von Maria Schmidt zu erfahren war, entstehen der DKMS für jeden Freiwilligen, der sich typisieren lässt, Kosten in Höhe von 35 Euro. Das wären für die 471 Proben insgesamt 16 485 Euro. Dem gegenüber stehen die Spenden von 4100 Euro, die bei der Aktion eingenommen wurden. Außerdem waren auch im Vorfeld Spenden für Lara bei der DKMS eingegangen.

Spenden: DKMS-Spendenkonto, IBAN: DE19 5205 03530001 1671 88, Verwendungszweck: Lara.

Lara leidet an Aplastischer Anämie

Seit etwa einem halben Jahr wurden bei Lara Göbel immer wieder schlechte Blutwerte festgestellt. Lange war unklar, was der 18-Jährigen fehlt. Nach unzähligen Untersuchungen steht fest, dass Lara an Aplastischer Anämie leidet und einen Stammzellenspender braucht. Laras Eltern Markus und Natascha Göbel organisierten mit Unterstützern die Registrierungsaktion. Sie trommeln auf allen Kanälen, verteilten Flyer, hängten Plakate auf. Allein ein Aufruf im sozialen Netzwerk Facebook wurde tausendfach geteilt. Derzeit arbeitet Markus Göbel an einer eigenen Facebook-Seite. 

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