Warme Räume

Wenzigeröder Gemeinschaftshaus hat dank Ehrenamtlicher eine neue Heizung

Haben Kupferrohre verlegt: von links Mike Lauer und Thomas Frank.
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Haben Kupferrohre verlegt: von links Mike Lauer und Thomas Frank.

Das DGH in Wenzigerode hat eine neue Heizung. Am Einbau haben sich Einwohner des Bad Zwestener Ortsteils und Mitglieder des Vereins Dorfgemeinschaftshaus Wenzigerode beteiligt.

200 Meter Kupferrohre mit einer hohen Anzahl an Winkeln haben sie in den zurückliegenden Wochen in Eigenleistung verlegt. Um diese zusammenzufügen, haben die Männer eine Presse von der Gemeinde bekommen.

Abgenommen wurde die Arbeit von der Firma, die die moderne Flüssiggasheizanlage eingebaut hat. „Unsere größte Sorge war: Ist alles dicht?“, sagt Ortsvorsteher Mike Lauer. Doch wie sich zeigte, hatten die Ehrenamtlichen gute Arbeit geleistet: Nur an einer Stelle musste nachjustiert werden.

An der Installation der Heizungsanlage beteiligten sich viele Einwohner aus Wenzigerode: unter ihnen von links Reiner Wrede, Bernhard Rose und Uwe Otto am Tank.

Auch ältere Dorfbewohner, die nicht mehr selbst mit anpacken konnten, haben die Arbeitenden unterstützt. „Sie haben uns immer mal wieder ein Abendessen spendiert“, sagt Lauer. Dann wurde zur Stärkung eine Familienpizza bestellt. Lauer freut sich, dass sich die Wenzigeröder so für ihr DGH einsetzen. 150 Stunden Arbeit haben die Männer abends und an Samstagen investiert.

Dadurch konnten beim Einbau der Heizung laut dem Ortsvorsteher 5000 Euro gespart werden. Der erste Schritt zur neuen Heizung war die Aushebung der Grube für den Tank, der nun auf der Grünfläche vor dem Dorfgemeinschaftshaus steht. Diese Aufgabe hat ein Wenzigeröder übernommen, der einen Minibagger besitzt, so Lauer. Nachdem der Tank Ende Juli stand und die Leitungen verlegt waren, haben die Ehrenamtlichen die Grube dann wieder zugeschaufelt.

Alte Heizung im Dorfgemeinschaftshaus Wenzigerode stammte aus dem Jahr 1976

Die Helfer übernahmen auch den Ausbau der alten Nachtspeicheröfen im Gebäude. Die waren beim Bau des DGH im Jahr 1976 eingebaut worden, verursachten immense Stromkosten und machten eine dosierte Wärmeabgabe unmöglich. Danach brachten sie die Elektroheizkörper mit einem von der Gemeinde ausgeliehenen Transporter auf die Deponie im Waberner Industriegebiet Tannenhöhe.

Zum ersten Mal in Betrieb genommen worden ist die neue Anlage, die auf dem Dachboden steht, laut Lauer am 19. Oktober. „Da war es zum ersten Mal wieder warm.“ Ganz fertig ist die Heizung noch nicht. „Die Isolation der Rohre auf dem Dachboden müssen wir noch in Angriff nehmen“, sagt Lauer. Auch Sockelleisten, die die Rohre verdecken, müssen noch angebracht werden.

Das sei noch nicht geschehen, weil die Nachtspeicheröfen Vertiefungen im PVC-Boden hinterlassen haben. Diese müssten erst beseitigt werden. Elektriker Thomas Frank brachte beim Heizungseinbau auch die Stromverteilung auf den neuesten Stand. Künftig steht bei Feiern vor dem Gemeinschaftshaus Kraftstrom zur Verfügung, beispielsweise für einen Kühlwagen.

Von Christina Zapf

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