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Zwei Nächte voller Sternschnuppen erwartet

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Von: Maja Yüce

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Sternwarte Bad Zwesten
Sternwarte Bad Zwesten © Markus Führer/Dpa

Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen auch die Zeit, in der Wünsche erfüllt werden. Damit das in diesem Jahr auch ganz bestimmt klappt, kann man der ganzen Angelegenheit noch etwas Nachdruck verleihen.

Bad Zwesten – Denn wer daran glaubt, dass sich Wünsche erfüllen, wenn man eine Sternschnuppe am Himmel aufleuchten sieht, der sollte in den beiden kommenden Nächten nach Wolkenlücken Ausschau halten. Warum sich das lohnen könnte, weiß Arthur Battenberg von der Sternwarte der HWK in Bad Zwesten: „Uns erwartet in den Nächten vom 13. auf den 14. und vom 14. auf den 15. Dezember ein Himmelsschauspiel“, sagt er. „Dann ist die beste Sternschnuppenzeit. Allerdings nur, wenn es auch eine klare Sicht gibt“, erklärt der Schwälmer.

Grund dafür: „Die Geminiden sorgen Mitte Dezember für ein schönes Sternschnuppenschauspiel. Mit bis zu 150 Meteoren pro Stunde gelten die Geminiden als reichster Strom des Jahres“, so Battenberg weiter. „Das Maximum der Geminiden findet in diesem Jahr für uns am Tag statt: Am Mittwoch, 14. Dezember, gegen 14 Uhr soll der Höhepunkt erreicht werden. Für Beobachter im Schwalm-Eder-Kreis bieten sich daher die Nächte von Dienstag auf Mittwoch und von Mittwoch auf Donnerstag an.“

Arthur Battenberg
Arthur Battenberg © Christina Zapf

Tipp vom Experten

Besonders in der Nacht nach dem Maximum, also von Mittwoch auf Donnerstag, sei noch mit zahlreichen Sternschnuppen zu rechnen. „In der Praxis wird man, je nach Aufhellung des Nachthimmels, 30 bis 60 Meteore sehen, also alle ein bis zwei Minuten eine Sternschnuppe. Darunter sind auch besonders helle Objekte“, sagt Battenberg.

Der Experte hat auch gleich noch einen Tipp dafür, wo am Himmel die Sternschnuppen auftauchen werden: Die Zwillinge gehen bereits in den Abendstunden am Osthimmel auf, sodass bereits nach Einbruch der Dunkelheit die Sternschnuppenshow beginnt. Wer die Zwillinge nicht kennt: Sie stehen genau links oberhalb vom Orion. Besonders hell sind ihre zwei Hauptsterne Kastor und Pollux, ein aus der griechischen Mythologie bekanntes Zwillingspaar.

Und warum gibt es ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit einen Sternschnuppenschauer? „Der Grund für das vermehrte Auftreten der Sternschnuppen ist, dass die Erde eine kosmische Staubwolke durchquert, die vermutlich vom Kleinplaneten Phaethon hinterlassen wurde. Möglicherweise ist dieser Asteroid zerbrochen und hat Trümmerteile auf seiner Bahn hinterlassen, die beim Eindringen in die Erdatmosphäre als Sternschnuppen verglühen“, so Battenberg.

In den Abendstunden ist optimale Sternschnuppenzeit

Im Gegensatz zu den bekannten Perseiden-Sternschnuppen im Sommer müsse man bei den Geminiden also nicht bis nach Mitternacht warten, um die meisten zu sehen. „Und, da der abnehmende Halbmond am Dienstag gegen 21 Uhr beziehungsweise am Mittwoch nach 22 Uhr aufgeht, sind die Abendstunden diesmal die beste Sternschnuppenzeit.“

„Sobald es dunkel wird, kann man neugierig nach ihnen Ausschau halten. Ein freier Blick nach Osten ist dann von Vorteil“, sagt er. Auch wenn der Sternschauer aus Expertensicht nichts mit dem Weihnachtsfest und der Zeit der Wünsche zu tun hat: Die Gelegenheit, sich etwas zu wünschen, war dennoch in diesem Jahr nie besser. Was man dann aber bekanntlich niemandem verraten darf. Denn sonst, so sagt der Volksglaube, geht der Wunsch nicht in Erfüllung.

Und falls die Wolken am Himmel die Sicht auf die Sterne verhindern sollten: „Die nächsten Sternschnuppen erscheinen vom 1. bis zum 6. Januar“, verrät Battenberg.
(Maja Yüce)

Sternschnuppen-Regen: Mit etwas Glück kann man das Spektakel in den nächsten beiden Nächten beobachten.
Sternschnuppen-Regen: Mit etwas Glück kann man das Spektakel in den nächsten beiden Nächten beobachten. © VDS

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