Wohnungsbrand kein Fall für den Staatsanwalt

Wohnungsbrand in Bad Zwesten: Ermittlungen gegen Gemeinde eingestellt

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In diesem Haus starb ein Mann bei einem Brand: Die Staatsanwaltschaft Kassel hat die Ermittlungen eingestellt.

Bad Zwesten. Der Brand in Bad Zwesten, bei dem im März ein 54-Jähriger ums Leben gekommen war, wird keine rechtlichen Konsequenzen für die Gemeinde als Vermieterin haben.

Die Staatsanwaltschaft Kassel werde in dieser Angelegenheit nicht weiter vorgehen, berichtete Staatsanwältin Kerstin Nedwed.

Der Brand war am Morgen des 5. März in einem Sechsfamilienhaus im Wiesengrund ausgebrochen. Während sich elf Bewohner retten konnten, war der 54-Jährige in der Wohnung geblieben und in einem lebensbedrohlichen Zustand ins Krankenhaus gebracht worden, wo er starb. Später wurde aus der Einwohnerschaft das Fehlen von Rauchmeldern monierten.

Die Frage, ob Rauchmelder das Leben des Mannes hätten retten können, wird offen bleiben. Rauchmelder, sagt Christian Rinnert, Sprecher der Bad Zwestener Feuerwehren, seien vor allem gedacht, um Schlafende zu warnen. Der Verstorbene sei aber noch während der Evakuierung des Hauses gesehen worden, hätten Zeugen berichtet.

Die Polizei hatte ermittelt, dass der Brand durch fahrlässigen Umgang mit Feuer entstanden war. Der Verstorbene hatte mit einer Tischkreissäge Brennholz in der Wohnung zerkleinert und damit große Mengen entzündlicher Materialien gelagert. Der Brand selbst soll durch ein Heizgerät ausgebrochen sein.

Feuer in Mehrfamilienhaus in Bad Zwesten

Die Bewohner des Hauses hatten unmittelbar nach dem Brand wieder ihre Wohnungen bezogen. Die des 54-Jährigen aber war komplett verwüstet worden. Sie wird noch saniert und auch mit Rauchmeldern versehen, berichtet Bürgermeister Michael Köhler. „Wir gehen sensibel mit dem Thema Sicherheit um - aber es war ein Fehler, dass kein Rauchmelder installiert war“, sagt der Rathauschef.

Die Gemeinde werde die Wohnung weiter als Obdachlosenunterkunft vorhalten.

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