Kaum noch grüne Oasen

Bauboom in Fritzlar nimmt Gärten und Tieren zunehmend den Raum

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Kaum stehen Bauland, Häuser oder Wohnungen in Fritzlar zum Verkauf, schon stürzen sich unzählige Interessenten auf die Angebote. Wohnen in der Domstadt ist heiß begehrt.

Freie Grünflächen – gerade im Ortskern – weichen zunehmend neuen, oft großen Projekten. Der Bauboom nimmt Gärten und Tieren zunehmend den Raum.

Eine der bekanntesten Grünflächen in Fritzlar ist der Hohle Graben. Dort ist eine Seite bereits bebaut. Auf der anderen Seite befinden sich derzeit noch ausschließlich Gärten. Einen davon hatte Dirk Gertlowski aus Haddamar gepachtet. Er müsse ihn nun aber verlassen und für seine Nandus und Schafe ein neues Zuhause suchen.

Laut Bürgermeister Hartmut Spogat laufen Am Hohlen Graben Verkaufsverhandlungen. Sowohl Parkflächen als auch Wohnbebauung seien möglich. Sollten diese entstehen, würden aber Bäume gepflanzt, hieß es im dem Parlament.

Spogat nennt außerdem die geplante Kita Sehrgärten als Beispiel für ein umweltfreundliches Projekt. „Der Neubau wird eine umfassende Dachbegrünung haben.“

Laut Spogat ist vor allem der Erhalt der Grün- und Ackerflächen im Außenbereich wichtig. Bevor also Neubaugebiete ausgewiesen werden, sollen sowohl Flächen als auch leer stehende Gebäude in der Innenstadt genutzt werden. Trotzdem, sagt Spogat, müsse niemand befürchten, dass alles Grüne zukünftig durch große Betonklötzen ersetzt werde. „Innerhalb der Flächenversiegelung wird immer auf eine ausreichende Bepflanzung geachtet“, erklärt er. Denn: In jedem Bebauungsplan, den die Stadtverordneten beschließen, seien Neu- und Nachpflanzungen festgeschrieben. „Steingärten werden in Zukunft nicht mehr möglich sein“, sagt Spogat. Außerdem würden Entscheidungen im Falle einer Bebauung immer auch nach dem bestehenden Umfeld getroffen – beispielsweise, was die Geschosshöhe angehe.

Mit der Innerortsbebauung wolle die Stadt unter anderem auch dem Leerstand entgegenwirken. In Fritzlars Stadtteilen sei der positive Effekt bereits spürbar, sagt Spogat. Foto: Stadt Fritzlar 

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