Nordhessische Gewerkschafter der IG BCE trafen sich in Borken zur Konferenz

Das Beste für den Mensch

Gewerkschaftsfunktionäre: Friedrich Nothhelfer (Bezirksleiter Kassel, von links), Bürgermeister Bernd Heßler, Rebecca Janina Sandrock (Mitglied Bezirksvorstand), Hans Schweinsberg (stv.Bezirksleiter), Volker Weber (Landesbezirksleiter Hessen), Osman Ulusoy (stv. Landesbezirksleiter), Egbert Biermann Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE), Alexandra Friedrich ( Vorsitzende des Bezirks-Frauenausschusses), Katharina Stihler ( Bezirks-Gewerkschaftssekretärin), Jörg Schönfelder (Mitglied Hauptvorstand IG BCE), Petra Hartwig (Bezirks-Gewerkschaftssekretärin) und Michael Rudolph (DGB Regionsgeschäftsführer Nordhessen). Foto: Zirzow

Borken. Bei der Konferenz des Bezirks Kassel der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie ging Borkens Bürgermeister Bernd Heßler bei seiner Begrüßung neben sozialpolitischen Themen auch auf die Energiewende ein.

Heßler betonte, dass Sonne, Wind und Wasser von Gott gegeben seien, und sagte: „Wir und die Politik sind gefordert, damit vernünftig umzugehen.“ Heßler forderte, dass man mit Offenheit und unter Einbindung der Öffentlichkeit für Lösungen sorgen müsse, die für alle tragbar seien.

Bezirksleiter Friedrich Nothhelfer, Landesbezirksleiter Volker Weber und der DGB Regionsgeschäftsführer Michael Rudolph betonten in ihren Grußworten, dass die traditionelle Verantwortung der Gewerkschaften in der Gesellschaft eine große Rolle spiele und forderten alle Mitglieder auf, gemeinsam dafür zu sorgen, dass die bisher erreichten sozialen Sicherheiten nicht vor die Wand gefahren werden.

Neben den Tagesordnungspunkten Konstituierung der Konferenz, Bericht aus dem Bezirk Kassel, Bericht der Mandatsprüfungskommission, Wahlen Anträgen und Entschließungen sowie einer Arbeitsgruppenphase referierte Egbert Biermann, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes. „Unser Auftrag lautet: Gute Arbeit schaffen“, sagte Biermann, und der Blick in die Geschichte belege, dass die Gewerkschaftsbewegung eine nachhaltig wirkende Organisation sei. Der Wille, die Zukunft nachhaltig zu gestalten, bedeute für die IG BCE, das Spannungsverhältnis aller drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – gleichberechtigt und gleichwertig bei den Reformen zu berücksichtigen, damit für Mensch und Umwelt das bestmögliche Ergebnis erzielt werde. Biermann betonte, dass dies nicht durch einen Niedergang der Industrie zu schaffen sei, sondern man könne die derzeitigen Probleme nur durch technischen Fortschritt bewältigen und damit würden auch soziale Innovationen für die Menschen bewirkt.

Die Sicherung von Rohstoffen und bezahlbarer Energie seien Grundlagen, auf der die Industriegesellschaft aufgebaut sei. Dies biete den Menschen eine sichere Existenz.

Biermann erklärte weiter, dass seine Gewerkschaft für Klimaschutz sei, die Reduzierung der CO2 – Emission befürworte und die Energiewende für machbar halte, „aber nicht auf unsere Kosten“, machte der Referent klar. Er stellte fest: „Natürlich werden wir in Deutschland nicht auf immer und ewig Braunkohle verstromen, aber diese Zeit ist heute sicher noch nicht gekommen. In aller Klarheit: Mit uns ist ein Ausstieg aus guter Arbeit, aus einer sicheren, wettbewerbsfähigen und bezahlbaren Energieversorgung nicht zu machen.“

Von Rainer Zirzow

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