Homberger Elsa-Brändström-Schüler übten in der Jugendwerkstatt Felsberg

Blick in den Berufsalltag

Berufspraxis: Schüler der Elsa-Brändström-Schule übten Berufspraxis in der Jugendwerkstatt Felsberg. So bauten (vorn, von links) Nina Oeste , Martin Mardorf und Kevin Kleimann Walzen naturgetreu nach, während (hinten, von links) Aladin Imren , Steven Guntermann und Jakob Slutschiz verschiedene Malertechniken ausprobierten. Foto: Ehl-von Unwerth

Homberg. Martin Mardorf (15) aus Unshausen wusste es schon immer: Das Berufsfeld Metall ist sein Ding. Passgenau für ihn ist die angestrebte Ausbildung als Landmaschinenschlosser.

Seine Mitschülerin Nina Oeste dagegen zog eine Ausbildung im Arbeitsfeld Elektrotechnik bis vor kurzem überhaupt nicht in Betracht. Doch nach einer Berufsorientierung in der Jugendwerkstatt Felsberg hat sie ihre Meinung geändert. Denn dort lernte sie mit 20 Schülern der Homberger Elsa-Brändström-Schule unterschiedliche Berufe kennen.

Ziel der berufsorientierenden Praxis sei es, verschiedene Arbeitsgebiete in den betriebseigenen Werkstätten von den Schülern erproben zu lassen, sagte Sybille Herzog von der Jugendwerkstatt Felsberg. Damit soll das berufliche Spektrum junger Menschen erweitern und ihnen zugleich die Augen für ihre Fähigkeiten geöffnet werden. So soll vermieden werden, dass sich Jugendliche kurzfristig und unbedacht für eine Ausbildung entscheiden. „Meist stellen sie schnell fest, dass die Tätigkeit gar nicht ihren realistischen individuellen Fähigkeiten entspricht“, berichtet Herzog.

In der Jugendwerkstatt arbeiteten die Elsa-Brändström-Schüler unter Anleitung zwei Wochen lang in den Bereichen Elektrotechnik, Metallbau, Maler, Büro und Hauswirtschaft. Dabei lernten sie Materialien und Arbeitstechniken, aber auch die für das Berufsbild notwendigen Voraussetzungen kennen. Dazu zählen Zuverlässigkeit, Motivation und höfliche Umgangsformen sowie genaues Arbeiten, Sauberkeit und Kooperationsbereitschaft.

Als Praxis-Projekte entwickelten die Schüler Solar-Windräder, bauten Metall-Walzen und Windspiele, entwarfen Tapetenmuster, übten Bürotätigkeiten und kochten. Die Ergebnisse stellten sie kürzlich in der Schule Lehrern, Eltern und Mitschülern vor. (zse)

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