Blicke hinter die Kulissen eines Krankenhauses

So kann man in das Innere des Bauches schauen: Paul Brandstaetter (rechts) probierte das Endoskop aus und entdeckte auf dem Computerbildschirm viele Gummibärchen. Links Anästhesistin Dr. Steffi Seyffarth und Oberärztin Dr. Marion Conradts. Fotos: Zerhau

Fritzlar. Einen Blick hinter die Kulissen in Bereiche, in die man sonst nur als Patient kommt, gewährte das Hospital zum Heiligen Geist am Wochenende unter dem Motto „Hospital - ganz nah".

Viele Besucher aus dem weiten Umfeld nutzten die Gelegenheit, sich die Endoskopie oder das Herzkatheterlabor anzuschauen und sich vom Personal erklären zu lassen, was wie gemacht wird. Dazu gab es Kurzvorträge über Chirurgie, Endoskopie oder Kardiologie sowie Informationen über Gelenkersatz und den Fortschritt in der Anästhesie.

Narkose jetzt und früher

Kristin Sindermann, Oberärztin der Abteilung für Anästhesie, berichtete über den Ablauf einer Narkose und den Weg von der früheren Äthermaske mit den Begleiterscheinungen wie Übelkeit bis zu den heutigen, modernen und verträglichen Narkosemitteln. Im Anschluss an die Vorträge standen die Ärzte für Fragen der Besucher zur Verfügung.

Fingerfertigkeit ist bei der sogenannten Schlüssellochchirurgie gefragt. Dabei betätigten sich die Besucher als Viszeralchirurg und versuchten unter Anleitung der Fachärztin für Chirurgie, Dr. Marion Conradts, mit dem filigranen Werkzeug, Gummibärchen aus einem Dummy heraus zu operieren.

Neue Ärzte treffen

Die Besucher hatten zudem die Gelegenheit, die neuen Ärzte am Hospital zum Heiligen Geist, Kardiologe Dr. med. Frank W. Schmidt sowie Wolfgang Lorch, M.A., Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, kennen zu lernen.

Die meisten Besucher kamen, um sich zu informieren. So auch Michael Willershausen aus Homberg. Sein Augenmerk lag dabei bei der Kardiologie. Wie der Homberger sagte, sei es schon echt übel, dass man in der Kreisstadt kein Krankenhaus mehr betreiben würde. So müsse man eben in die Nachbarstädte fahren, wenn es erforderlich sei. Willershausen verschaffte sich deshalb einen Überblick über die Leistungspalette in Fritzlar.

Ein anderer Besucher stammte aus Trier, hatte jedoch in Fritzlar viele Jahre gearbeitet und kommt ab und an zurück. Dann nutzt er das Angebot der Cafeteria zum Mittagessen. Diesesmal machte er eine Tour durch das Hospital.

Stiftungsgeschäftsführerin Barbara Gawliczek sagte, dass der Info-Tag alles in allem ein Erfolg gewesen sei. Die Besucher konnten sich in lockerer Atmosphäre umschauen und Fragen von den Ärzten beantworten lassen. Allemal sei die Atmosphäre bei solch einem Anlass entspannter als bei einem Krankenhausaufenthalt.

Von Peter Zerhau

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