Sie hat ihren Traumberuf

Andrea Luckhardt ist neue Rektorin der Borkener Schule am Tor

Neue Rektorin in Borken: Andrea Luckhardt leitet die Schule am Tor.
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Neue Rektorin in Borken: Andrea Luckhardt leitet die Schule am Tor.

Andrea Luckhardt ist neue Rektorin der Borkener Schule am Tor. Die 45-Jährige ist mit Konrektorin Stefanie Steinert für 321 Kinder verantwortlich.

Borken – Es gibt Menschen, die wissen von Kindesbeinen an, was sie einmal werden und welchen Beruf sie ergreifen wollen. Andrea Luckhardt gehört definitiv dazu. Schon als Grundschülerin aus Bad Zwesten war klar, dass sie Lehrerin werden wollte. Heute ist sie nicht nur das, sondern auch Rektorin: Die 45-Jährige leitet mit Konrektorin Stefanie Steinert die Schule am Tor in Borken.

Für die neue Aufgabe hat sie nichts neu kennenlernen, sich in keinen Bereich einfuchsen müssen, denn Andrea Luckhardt ist seit 15 Jahren an der Schule beschäftigt, war 13 Jahre lang Konrektorin, ein Jahr kommissarische Leiterin – und nun Rektorin. „Leitung zu übernehmen war nie das Ziel“, sagt die Bad Zwestenerin trotz aller beruflichen Gradlinigkeit und lacht: „Aber es fühlt sich nun alles gut und richtig in der neuen Funktion an.“

Und die ist wichtig, denn die Schule am Tor in der Borkener Innenstadt zählt zu den größten Grundschulen im Landkreis: 321 Kinder besuchen sie, werden von 29 Lehrerinnen unterrichtet. Männliche Grundschulpädagogen sind, wie an fast allen Schulen, die Ausnahme.

Neue Rektorin in Borken hatte mit ständig wechselnden Verordnungen zu tun

Andrea Luckhardt hat ihre Stelle in der Jahrhundertpandemie angetreten, in einer Zeit, die von ständig wechselnden Verordnungen geprägt war und ist: „Immer zum Wohle der Kinder“, wie sie betont. Die Rektorin ist froh, dass die Kinder wieder in Präsenz unterrichtet werden können – und dass es bis jetzt keinen einzigen positiven Fall an der Schule am Tor gegeben hat. Was sich natürlich jeden Tag ändern kann, wie sie zugibt.

Doch bislang läuft der Alltag auch mit Pandemieregeln wieder rund in der Schule, die eine eigene Sprachheilabteilung hat, in der sprachbehinderte Schüler besonders betreut werden.

„Wir wollen alle Kinder individuell fördern – jedes einzelne verdient es, voranzukommen“, sagt Andrea Luckhardt, die davon überzeugt ist, dass Kinder in dieser schnelllebigen Zeit Unterstützung brauchen, früh die Grundkompetenzen fürs menschliche Miteinander lernen müssen. Dieser Anspruch verlangt besonderen Einsatz, denn die Borkener Schüler kommen aus 22 Nationen. Dann gibt es die einen, die eine Lernbeeinträchtigungen mitbringen, die anderen, die als Inklusionskinder im Klassenverband gefördert werden müssen.

Schule am Tor in Borken: Wunsch nach mehr Platz

Und dann gibt es die, deren Talente und Fähigkeiten offensichtlich sind. Zu denen wiederum gehören die Redakteure der Schulzeitung „SaTZ“ (Schule am Tor-Zeitung). Sie wurde am Sonntag in Darmstadt ausgezeichnet, belegte beim Hessischen Schülerzeitungswettbewerb den 3. Platz. „Das ist eine tolle Motivation für die jungen Redakteure“, sagt Luckhardt: „Die jüngste Ausgabe entstand wegen Corona nur online und nicht in Präsenz – auch das war eine Premiere und eine tolle Leistung.“

Es läuft also alles rund in der Schule am Tor. Was wünscht sich die neue Rektorin für die Zukunft? Mehr Räume, um die Platzprobleme zu lösen. In diesem Jahr wurden 101 Grundschüler am Tor eingeschult – so viele wie lange nicht. Und mehr Endgeräte, denn die Digitalisierung des Unterrichts ist auf dem Vormarsch. Und sonst? „Sonst ist alles gut“, sagt die überzeugte Nordhessin und lacht – genauso wie alle Menschen lachen, die ihren Traumberuf gefunden haben. (Claudia Brandau)

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