Resolution der Stadtverordnetenversammlung

Ausbau kann nicht warten: Borkener Bahnhof soll barrierefrei werden

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Ist weiter in der Diskussion: der Bahnhof Borken. Die Stadtverordneten haben eine Resolution verabschiedet, in der sie den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs fordern. 

Borken. Der Borkener Bahnhof bleibt das Hauptthema in der Stadtverordnetenversammlung. Das Parlament hat nun einstimmig eine Resolution zum barrierefreien Ausbau verabschiedet.

„Die Stadtverordnetenversammlung fordert die Deutsche Bahn AG auf, die Bahnhöfe Borken und Treysa schnellstmöglich barrierefrei und entsprechend der vorliegenden Planfeststellung umzubauen“, heißt es in dem Schreiben der Stadtverordneten vom Dienstagabend. Der Planungsstopp für die Haltestelle Melsungen-Schwarzenberg sei aufzuheben. Die Arbeiten zum barrierefreien Ausbau seien vorzuziehen, da sie unverzichtbar für die Nutzung der Bahnhöfe seien. „Die Barrierefreiheit kann nicht länger warten.“

Bahn hatte Umbau abgesagt

Mit der Resolution reagieren die Stadtverordneten auf die Bahn AG. Sie hatte im Dezember überraschend den für August geplanten Umbau des Bahnhofes abgesagt (wir berichteten). Hintergrund ist die neue Höhe der Bahnsteige, die die Bahn bundesweit einheitlich einführen möchte. Die sollen von den jetzigen 55 auf 76 Zentimeter erhöht werden. Damit sind die Umbaupläne in Borken dahin.

In der Resolution wird für eine Abweichung von den festgeschriebenen 76 Zentimetern und eine Ausnahme für den Borkener Bahnhof geworben. Laut Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm deutet sich ein Teilerfolg ab. So könnte die Bahn möglicherweise die Aufzüge bauen und das Land sie bezahlen. „Das Land besteht auf Erfüllung des Vertrags“, so der Rathauschef.

Mehr Parkplätze

„Nicht mehr hinnehmbar“ ist für Dennis Döring (CDU) die Parkplatzsituation am Bahnhof. Der Student fährt jeden Tag mit dem Auto zum Bahnhof und stellt fest, dass die 25 Parkplätze dort nicht reichen. „Nach 7 Uhr ist es kaum möglich, einen Parkplatz zu finden“, sagt er. Die Folge: Autofahrer parkten Seitenstraßen wie den Olmsweg und den Bobenhäuser Weg zu. Es handele sich um ein „Problem, das wir lösen müssen.“

Die CDU brachte am Dienstag einen Antrag auf den Weg. Der Magistrat und die Verwaltung werden darin gebeten, in der nächsten Sitzung einen Bericht zur Parkplatzsituation vorzulegen. Zum einen soll die Zahl der im Bahnhofsbereich zur Verfügung stehenden Parkplätze ermittelt werden. Zum anderen sollen Lösungsvorschläge erarbeitet werden, wie neue Parkplätze für Bahnreisende angeboten werden können. Sonja Lehmann (SPD) begrüßte den Antrag. Der Bahnhof verfüge mit Bad Zwesten, Jesberg und Neuental über ein großes Einzugsgebiet. „Die Parkplätze im Nahbereich müssen erweitert werden“, sagte sie. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

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