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Auf der Suche nach neuen Ideen: „Zukunft Innenstadt“ will Leerstand in Borken in Potenzialräume verwandeln

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Von: Claudia Brandau

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Jede Idee zählt: Politiker, Hauseigentümer, Einwohner stehen hinter dem Hessen-Programm „Zukunft Innenstadt“. Auch die Borkener sind bei Ideenwerkstätten gefragt, um die Bergmannstadt attraktiver zu machen. Vorne Zukunftsoptimist Jörg Jessen mit Bürgermeister Marcel Pritsch mit dem Wegweiser in Sachen spannende Stadt, außen rechts Walter Blum vom Virtuellen Gründerzentrum Schwalm (VGZ).
Jede Idee zählt: Politiker, Hauseigentümer, Einwohner stehen hinter dem Hessen-Programm „Zukunft Innenstadt“. Auch die Borkener sind bei Ideenwerkstätten gefragt, um die Bergmannstadt attraktiver zu machen. Vorne Zukunftsoptimist Jörg Jessen mit Bürgermeister Marcel Pritsch mit dem Wegweiser in Sachen spannende Stadt, außen rechts Walter Blum vom Virtuellen Gründerzentrum Schwalm (VGZ). © Claudia Brandau

Ein gemeinsames Projekt der Zukunftsoptimisten und der Stadt Borken ist vorgestellt worden.

Borken – Was macht man mit ehemaligen Läden, die schon lange leerstehen? Wie bringt man in Boomzeiten des Internethandels wieder Leben in die Stadt? Das sind Fragen, auf die das Projekt „Freiraumstation“ Antworten geben will. Das gemeinsame Projekt der Zukunftsoptimisten und der Stadt Borken will zusammen mit der ganzen Stadtgesellschaft Ideen entwickeln, die der Stadt und ihren Einwohnern zugutekommen.

Ziel ist es, Leerstand in Räume mit ganz neuem Potenzial und Chancen für Handwerk, Handel, Kunst zu verwandeln – alles ist möglich, es gibt keinerlei Vorgaben.

Programm „Zukunft Innenstadt“: Projekt ist ein großer Spielplatz für alle, die Borken neu denken wollen

Jörg Jessen von den Homberger Zukunftsoptimisten und Bürgermeister Marcel Pritsch gaben am Montag den Startschuss vor der ehemaligen Drogerie im Engelhardtschen Hof fürs Programm „Zukunft Innenstadt“. Sie gehört wie fünf weitere Freiraumstationen zu den Orten, in denen sechs Monate lang Ideen entwickelt und umgesetzt werden sollen.

Das Projekt ist also ein großartiger Spielplatz für alle, die Borken neu denken wollen, für alle, die schon immer Antworten hatten, aber bislang nie gefragt wurden, für alle, die ihre Stadt lieben und sie zum Besseren verändern wollen. Und auch für alle, die die Chance nutzen wollen, sich beruflich neu aufzustellen, sich vielleicht sogar selbstständig zu machen. „Das Projekt will auch potenziellen Gründern Mut machen“, sagt Walter Blum vom Virtuellen Gründerzentrum Schwalm (VGZ).

Das Geld fürs große Experiment „Zukunft Innenstadt“ gibt das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Wer also eine der sechs Freiraumstationen bespielen will, hat eine einzigartige Chance dazu: Die Stadt Borken zahlt im Projektzeitraum Wasser, Strom und Heizung.

Das Geld fürs große Experiment „Zukunft Innenstadt“ gibt das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. Die Stadt Borken hat 250 000 Euro erhalten, um neue, kreativ-progressive Wege zu gehen, um die Stadt, ihre Menschen und Gebäude in den Fokus zu rücken – und zwar so, dass sich alle Generationen gesehen fühlen und erreicht werden.

Marcel Pritschs Wunsch: Es soll etwas Nachhaltiges in Borken entstehen

Alle Generationen sind auf jeden Fall gefragt, wenn an gleich zwei Tagen eine Art offener Workshop stattfindet: Am Donnerstag, 29. September, sind unter dem Motto „Deine Ideen für Borken“ alle von 11 bis 20 Uhr ins Bürgerhaus Borken eingeladen, um mit zu reden und mit zu denken. Für Donnerstag, 20. Oktober, ist eine Folgeveranstaltung geplant. „Niemand muss mit einer klaren Idee oder gar festem Konzept kommen“, sagt Pritsch.

Sein Wunsch: Dass etwas Nachhaltiges entsteht. Dass die Ideen des Jahres 2022/23 noch lange weiter Dinge bewegen, die Stadt verändern. „Es gibt ja keine Blaupause für die Frage, wie man denn in Mittelzentren den Leerstand beseitigt“, sagt Pritsch. Das Projekt soll Türen öffnen. Die Borkener sind eingeladen die großen Freiräume dahinter zu entdecken und sie mit Leben zu füllen. (Claudia Brandau)

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