Großprojekt

Das alte Hallenbad in Borken soll im Sommer abgerissen werden

Der Abriss ist seit zwei Jahren beschlossene Sache: In diesem Frühjahr soll das Borkener Hallenbad abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
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Der Abriss ist seit zwei Jahren beschlossene Sache: In diesem Frühjahr soll das Borkener Hallenbad abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Auch wenn Preise steigen, Handwerker und Material oft knapp sind: Die Stadt Borken hält am Plan fest, in den kommenden drei Jahren ein neues Hallenbad zu bauen. 

Borken – Auch wenn Preise steigen, Handwerker und Material oft knapp sind: Die Stadt Borken hält am Plan fest, in den kommenden drei Jahren ein neues Hallenbad zu bauen. „Natürlich halten wir am Projekt fest, wir können und werden es aus finanziellen Gründen keinesfalls auf den Sankt-Nimmerleinstag verschieben“, sagt Bürgermeister Marcel Pritsch.

Doch die Zahlen, die hinter dem Projekt stehen, sind ganz andere, als wenn man den Bau einer Gartenhütte plant: Beliefen sie sich nach ersten Schätzungen auf 12,5 Millionen Euro, so sind nun 15 Millionen Euro in den städtischen Haushalt eingestellt. Der Schwalm-Eder-Kreis übernimmt laut Vertrag 50 Prozent der Kosten, um so den Schul- und Vereinssport zu ermöglichen. Ihren Eigenteil will die Stadt Borken aus Krediten finanzieren.

Neues Borkener Hallenbad: Baustart trotz Ungewissheit bei den Kosten

Viele betagte Borkener fragten bereits nach, ob sie denn die Fertigstellung des neuen Bades noch erleben würden, berichtet Pritsch. Wem aber nun noch welche Zeitspanne bleibt, weiß er natürlich nicht, aber eines sei klar: „Wir können es uns nicht leisten, ein solch wichtiges Infrastrukturprojekt wegen der stark gestiegenen Kosten im Zeitplan nach hinten zu verlegen.“ Hinter den Kulissen haben die ersten Vorbereitungen fürs Großprojekt begonnen: Die Schadstoffanalysen sind beendet, die Ausschreibung für die Abrissarbeiten ist raus, bereits im Sommer sollen sie erfolgen.

„Auch wenn sowohl der Zeit- als auch der Kostenplan fragil sind, werden wir doch mit den Arbeiten starten“, sagt Pritsch. Ende 2024/2025 sollen alle Arbeiten beendet sein, das neue Bad in der Westrandstraße zum Schwimmen einladen: Doch bislang sei das „die fromme Planung“, wie Pritsch sagt. Die Stadt habe die schwache Hoffnung, dass die Konjunktur abflache, dass sie im Kostenplan bleiben werde und – die Preise eben nicht explodieren. „Aber es glaubt natürlich niemand, dass das Bauen billiger werden könnte“, sagt der Rathauschef.

In Borken werde kein Luxusbad entstehen, sondern eines, in dem Kinder das Schwimmen erlernen können und eines, in dem Erwachsene schwimmen gehen können, um fit zu bleiben. Barrierefreiheit spiele eine große Rolle, das neue Bad soll auch für die ältere Generation gut nutzbar sein. Und dass die ein genauso großes Interesse wie die Jungen am Bad hat, das beweisen die vielen Nachfragen. (Claudia Brandau)

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