Es fehlen Musikanten

Der Fanfaren- und Spielmannszug aus Kleinenglis sucht Mitstreiter

Der Fanfaren- und Spielmannszug 1973 Borken-Kleinenglis sucht neue Mitglieder: von links Karl Heinz Käufler, Jörg Dietrich und Michael Schmidt.
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Der Fanfaren- und Spielmannszug 1973 Borken-Kleinenglis sucht neue Mitglieder: von links Karl Heinz Käufler, Jörg Dietrich und Michael Schmidt.

Der Fanfaren- und Spielmannszug aus Kleinenglis sucht Musiker. Nur 15 Aktive und zwei Nachwuchsspieler stellen das musikalische Rückgrat des Vereins, der seine Auftritte reduziert hat.

Kleinenglis - Beim Hessentag traten sie dreizehnmal auf und spielten siebenmal beim Historischen Umzug auf dem Allerheiligenmarkt in Marsberg: Zu Spitzenzeiten absolvierten die Musikanten des Fanfaren- und Spielmannszugs 1973 Borken-Kleinenglis bis zu 50 Auftritte pro Jahr. Doch zurzeit fehlt es an Mitgliedern, nur 15 Aktive und zwei Nachwuchsspieler stellen das musikalische Rückgrat des Vereins.

Aus diesem Grund hatte der Spielmannszug bereits vor einiger Zeit die Anzahl der Auftritte reduziert und spielte nur noch rund 15-mal pro Jahr. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Situation noch einmal verschärft. „Die Auftritte sind weggefallen. Aktuell finanzieren wir uns über unsere Mitgliedsbeiträge“, sagt 1. Vorsitzender Michael Schmidt. Das ginge zwar aktuell, aber auf lange Sicht sei das keine Lösung. Um die Entwicklung aufzuhalten, sucht der Fanfaren- und Spielmannszug nach neuen Mitgliedern, die Lust am Musizieren haben.

Bedarf besteht aktuell an allen Instrumenten. „Wir freuen uns besonders über Interessierte aus Borken“, so Schmidt. Der Verein trage zwar das Wappen und repräsentiere die Kleinstadt, zurzeit wirke aber kein Borkener bei den Auftritten mit. Aus Kleinenglis stammen aktuell drei Mitglieder, die restlichen Spielleute kommen aus anderen Gemeinden des Kreises.

Fanfaren- und Spielmannszug aus Kleinenglis: Mitglieder bekommen kostenlose Musikausbildung

Die Mitglieder des Vorstands betonen, dass sie Laienmusik machen und jeder Interessierte mitwirken kann. Es seien keine Notenkenntnisse oder musikalische Bildung erforderlich. „Wer zu uns kommt, erhält eine kostenlose Musikausbildung. Neben einer Uniform bekommt er auch das Instrument seiner Wahl gestellt“, sagt Schmidt. Gespielt werden Eigenkompositionen und -interpretationen aus verschieden Musikgenres wie Märsche, Schlager und Popmusik.

Der Spielmannszug blickt auf knapp 50 Jahre Vereinsgeschichte zurück: Nach der Gründung im Mai 1973 wuchs die Zahl der Spielleute schnell an. „Viele Musikinteressierte wollten damals mitmachen, innerhalb eines Jahres kamen über 30 zusammen“, erinnert sich Kassenwart Jörg Dietrich. Zeitweise spielten rund 60 Menschen auf den Auftritten. Die Stadt Borken unterstützte die Spielgemeinschaft vor dem ersten Hessentagsauftritt beim Ankauf von 35 Uniformen, die noch heute zum Einsatz kommen. „Einige von uns sind seit den Anfängen dabei“, sagt Karl Heinz Käufler, 2. Vorsitzender. Das Vereinsleben sei für sie daher eine Herzenangelegenheit. In ihrem Vereinsheim investieren sie viel Zeit und pflegen das Gebäude, das ihnen die Stadt zur Verfügung stellt.

Wer Lust auf gemeinsames Musizieren hat, kann bei den Übungsstunden am Freitag vorbeikommen. Bei Bedarf werden zusätzliche Übungseinheiten veranstaltet. Auch in den Wintermonaten wird geprobt. „Wir haben hier große Räume und können so die gesetzlichen Abstandsregeln einhalten“, so Dietrich. Die aktive Mitgliedschaft kostet jährlich 24 Euro. Wer den Verein hingegen passiv unterstützen möchte, zahlt 10 Euro. (Von Felix Busjaeger)

Infos: Übungsabende, freitags 19 bis 20.30 Uhr, Lindenheim, Teichstraße in Kleinenglis. Kontakt: 19.fzk.73@gmail.com

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