Borken: CDU will Pritsch-Rehm (FWG) unterstützen

Heinrich Hesse

Borken. Die CDU Borken hat keine eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Borken aufgestellt. Sie unterstützt den Bewerber der Freien Wähler, den aus Arnsbach stammenden Marcel Pritsch-Rehm.

Es sei in der Kürze der Zeit nicht gelungen, einen eigenen Kandidaten zu finden, der für die CDU ins Rennen gegangenen wäre, sagt Fraktionsvorsitzender Heinrich Hesse auf Anfrage unserer Zeitung. Der plötzliche Rücktritt von Amtsinhaber Bernd Heßler habe dafür gesorgt, dass die CDU alle Planungen in Sachen Bürgermeisterwahl habe über Bord werfen müssen.

Rücktritt kam überraschend 

Frühestens im kommenden Jahr hätten die Borkener Christdemokraten auf Kandidatensuche gehen wollen: „Wir hatten schließlich keinerlei Anlass, uns schon zwei Jahre vor Ablauf der Legislaturperiode von Amtsinhaber Bernd Heßler Gedanken um dessen möglichen Nachfolger zu machen“, sagt Hesse.

Heßlers Rücktritt im Frühjahr sei auch für ihn persönlich sehr überraschend gekommen: „Ich war überzeugt davon, dass Heßler bis zum letzten Tag seiner Amtszeit arbeiten würde.“ Dieser Überraschungsmoment und der bereits auf September gelegte Wahltermin habe die Kandidatensuche für die CDU sehr erschwert. Niemand aus den Reihen der Borkener Christdemokraten habe einen harten Wahlkampf mit unvorhersehbarem Erfolg auf sich nehmen wollen, dafür sei ein jeder zu sehr in seinen beruflichen Alltag eingebunden.

Aber auch die Suche nach einem CDU-Mann von außerhalb habe sich als schwierig erwiesen. „Wir hätten unmöglich in der Kürze der Zeit einen externen Kandidaten mit den Gegebenheiten in Borken vertraut machen können“, sagt Hesse.

Zumal dieser externe Kandidat sich dann auch gegen zwei ortsansässige Mitbewerber hätte behaupten müssen, was ebenfalls schwierig gewesen wäre. Von daher habe sich seine Fraktion entschieden, einen der beiden Kandidaten zu unterstützen. Nach Vorstellungsgesprächen mit Carsten Schletzke (SPD) und Marcel Pritsch-Rehm (Freie Wähler) sei die Wahl auf Letzteren gefallen: „Wir haben beim FW-Kandidaten eine größere Schnittmenge an Themen gesehen.“

In der jüngeren Vergangenheit habe das Parlament gut zusammen gearbeitet, um die Konsolidierung der Stadt weiter nach vorne zu bringen. Beides, sowohl die gute Kooperation als auch den Sparwillen sieht Heinrich Hesse als Voraussetzung dafür, um Borken wieder auf einen soliden Weg zu bringen.

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