Ein Oscar für den Designer

Motorradkünstler Fred Kodlin wurde in Amerika geehrt

Erhielt eine besondere Auszeichnung: Fred Kodlin aus Borken wurde als erster Nichtamerikaner in die Ruhmeshalle in dea Motorradmuseums in der amerikanischen Stadt Sturgis aufgenommen.
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Erhielt eine besondere Auszeichnung: Fred Kodlin aus Borken wurde als erster Nichtamerikaner in die Ruhmeshalle des Motorradmuseums in der amerikanischen Stadt Sturgis aufgenommen.

Die Motorräder, die er baut, sind wahrhafte Hingucker und Besonderheiten: Dafür wurde er als allererster Nichtamerikaner in die Hall of Fame des Motorradmuseums in Sturgis aufgenommen.

Die Motorräder, die er baut, sind wahrhafte Hingucker und Besonderheiten: Dafür erhielt der Borkener Bike-Designer Fred Kodlin jetzt eine ganz besondere Auszeichnung. Er wurde in der amerikanischen Stadt Sturgis als allererster Nichtamerikaner mit einem Festakt in die Hall of Fame (Halle der Ehre oder auch Ruhmeshalle) des dortigen Motorradmuseums aufgenommen.

Das 2001 eröffnete „Sturgis Motorcycle Museum & Hall of Fame“ im Bundesstaat South Dakota ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Erhaltung der Geschichte des Motorradfahrens widmet.

Dort befindet sich Fred Kodlin nun in allerbester Gesellschaft, denn ernannt wurden unter anderem der Chef von Harley Davidson, Willi G. Davidson und Arlen Ness, die die Szene der besonderen Motorräder aufgebaut hatten.

Kodlin ist der erste Europäer unter den Geehrten

Den Preis gibt es bereits seit 20 Jahren, doch niemals zuvor wurde ein Europäer in die Reihe der Geehrten aufgenommen. Fred Kodlin ist riesig stolz auf die hohe Auszeichnung, die man durchaus als den „Oscar der Motorradindustrie“ bezeichnen kann.

Sie würdigt den jahrelangen positiven Einfluss, den die Geehrten auf die Motorradfahrergemeinschaft nehmen. Beim Festbankett gab es einen Ring mit Urkunde und Plakette. Dazu wurde vor dem Museum im South Dakota wie bei den Leinwand-Stars in Hollywood eine Steinplakette mit Fred Kodlins Namen im Boden verewigt.

In Sturgis findet jedes Jahr das größte Harley-Treffen der Welt statt, in jedem Sommer kommen dort rund 700 000 Harley-Fahrer aus aller Welt zusammen. In diesem Jahr war es wegen Corona schwierig, Fred Kodlin war der einzige deutsche Teilnehmer. Der Custombike-Designer gehört einem Club an, der in einer Gruppe eine mehrere tausend Meilen lange Tour von Kalifornien aus unternimmt.

Kodlin durfte für Festakt in USA einreisen

„Ich war überrascht, als ich Anfang des Jahres hörte, dass ich für die Hall of Fame vorgeschlagen bin“, berichtet Kodlin. Im Sommer kam dann eine E-Mail vom Senator von South Dakota mit der Nachricht, dass Kodlin trotz der Pandemie mitsamt seiner Familie zur Veranstaltung in die Vereinigten Staaten einreisen dürfe.

Es war aber bei weitem nicht die erste Reise für den Borkener nach Sturgis: Fred Kodlin ist seit 36 Jahren im Geschäft, schon seit 1986 selbstständig. „Sturgis ist längst meine zweite Heimat, dort kennen mich viele Leute“. Dazu hat Fred Kodlin seit vorigem Jahr auch ein Geschäft mit Bikes in Morganhill/Kalifornien. (Peter Zerhau und Claudia Brandau)

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