Borkener Badesee wird zur Arena

So sieht es aus, wenn Hunderte zugleich schwimmen gehen: Auch beim Triathlon in Borken am 17. Juli werden 400 Sportler erwartet. Das Bild rechts zeigt den Athleten Martin Huhndorf (vorne) vom SC Neukirchen bei einem Triathlon in Frielendorf. Foto:  Archiv

Borken. Wenn es früher ums Thema Triathlon ging, wollte Rüdiger Krahe immer nur eines wissen: „Warum nur will jemand hintereinander lange Strecken schwimmen, Radfahren und auch noch laufen? Warum tut man sich das an?"

Die Antwort darauf erhielt er, als er das erste Mal sah, wie hunderte Triathleten beim Schwimmen starteten. In diesem Moment sei etwas in ihm passiert, sagt der heute 37-Jährige: „Mit einem Mal wusste ich, dass ich das auch wollte: Wissen, wie es sich anfühlt, wenn man an seine Grenzen geht.“

Mittlerweile hat Rüdiger Krahe diese Grenzen zigmal ausgetestet. Und er ist sogar zum Organisator dieser Veranstaltungen geworden, die ihm früher so fragwürdig vorkamen: Der Kasseler organisiert zusammen mit seinem Freund Marcel Krug (32) am Sonntag, 17. Juli, nach einjähriger Pause den 9. Celticman-Triathlon, der wieder an der Borkener Stockelache stattfindet.

Echte Herausforderung

Diese Veranstaltung sei vor zwei Jahren der Renner unter den Sportlern gewesen, berichten Krug und Krahe. Sie sind sicher, diesen Erfolg wiederholen zu können.

Sie erwarten am 17. Juli an die 400 Sportler aus dem ganzen Land, die dann einzeln oder als Staffel die sportliche Herausforderung annehmen wollen. Und die hat es in sich, sie besteht aus 400 Meter Schwimmen, danach 18 Kilometer Radfahren - und nach einer kurzen Pause 2,5 Kilometer Laufen.

Das Rennformat, das die Veranstalter des Celticman bieten, soll den Spaß am Sport steigern, sagen die beiden Organisatoren, für die die Stockelache die perfekte Arena darstellt. „Wir haben tolle Rückmeldungen zur Stockelache - viele Sportler kommen mit Kind und Kegel. Während die einen laufen, machen sich die anderen einfach einen schönen Tag am See“, sagt Marcel Krug.

Der 32-jährige Berufsschulehrer aus Zimmersrode organisiert den Celticman seit 2008 zusammen mit seiner Mutter Karin, seinem Bruder André und Rüdiger Krahe. Ein kleines Team mit großen Aufgaben. „Die Sportler sollen sich gut aufgehoben fühlen - und gute Erinnerungen an diesen Tag beim Celticman mitnehmen.“

Und selbst wer nicht das ganze Jahr auf Zeit und größtmöglichen sportlichen Erfolg hin trainiert, sondern einfach aus Freude am Sport dabei sein will, ist beim Celticman willkommen: Am Nachmittag starten nach den offiziellen Wettkämpfen die Volksathleten.

Gerade die Staffeln mit überschaubareren Distanzen sollen den Einstieg in den Sport erleichtern, für ein Wir-Gefühl in den Teams sorgen.

Es muss nicht jeder an seine Grenzen gehen. Obwohl ihnen Marcel Krug, der seinen 10. Ironman hinter sich hat, und Rüdiger Krahe genau sagen könnten, wie super sich ein solcher Grenzgang anfühlt.

Hintergrund

Jeder Starter ist willkommen

Das Teilnehmer-Limit liegt bei 500 Startern, Einzelstarter müssen mindestens 16 Jahre alt sein, Staffelstarter mindestens 14 Jahre. Die Onlineanmeldung schließt am 14. Juli, Nachmeldungen sind bei der Veranstaltung möglich. Die Startgebühr beträgt für Einzelstarter 35 Euro für Erwachsene, 20 für Jugendliche, Staffelstarter zahlen 50 Euro.

Die Stockelache ist am 17. Juli auch für Badegäste geöffnet, allerdings wird nur ein kleiner Bereich zugänglich sein.

celticman-triathlon.de

Von Claudia Brandau

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