Ab 1. Juli ist dsa Schwimmbad geschlossen

Sanierung oder Neubau? - Borkener Hallenbad macht für Jahre zu

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War das Ziel von ungezählten Schwimmern: Das Hallenbad Borken schließt wegen statischer Mängel ab dem 1. Juli auf unbestimmte Zeit.

Das Hallenbad in Borken ist für die Einwohner, Schulen und Vereine wie der DLRG wichtig. Jetzt muss das Hallenbad saniert oder gar neu gebaut werden. Dafür wird es lange geschlossen.

Wer in Borken schwimmen gehen will, der muss sich sputen: Das stark sanierungsbedürftige Hallenbad schließt zum 1. Juli wegen statischer Mängel und damit aus Sicherheitsgründen für unbestimmte Zeit. Das teilen die Stadt Borken und der Landkreis mit.

Da der genaue Umfang der Sanierung noch nicht feststeht, gibt es auch keine Aussagen darüber, wie lange das Bad geschlossen sein wird: Die Stadt aber geht von mehreren Jahren aus.

Zu viele Faktoren sind noch völlig ungewiss, so wie auch die Frage, ob das 1964 errichtete Hallenbad saniert werden kann oder ob es gar völlig neu gebaut werden muss.

Eine Machbarkeitsstudie sowie eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollen das untersuchen, beides aber wird wohl erst Herbst vorliegen. Die Stadt Borken als Eigentümerin und der Schwalm-Eder-Kreis als Vertragspartner des Bades werden nach Sichtung der Unterlagen dann über die weitere Vorgehensweise entscheiden, heißt es aus dem Rathaus und dem Kreishaus Homberg. Da auch erst dann die Arbeiten ausgeschrieben werden können, könne man frühestens im Jahr 2021 mit einem Baubeginn rechnen, teilt die Stadt Borken mit.

Das ist ein herber Schlag für viele Menschen, das Hallenbad ist wichtiger Bestandteil der Infrastruktur, es steht nicht nur Einwohnern, auch vielen Schulen für den Schwimmunterricht zur Verfügung. Auch Vereine wie die DLRG und die Bundeswehr nutzen das Bad fürs Training – jetzt entfällt es auf nicht absehbare Zeit.

Dennoch gebe es keinen Grund zur Sorge, dass es gar nicht mehr geöffnet werde, sagte Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm am Freitag unserer Zeitung: Die Fraktionen stünden geschlossen hinter dem Bad, genau wie der Landkreis als Vertragspartner: „Wir wollen das Bad erhalten, das ist der große Wunsch der Stadt.“ Dafür suche sie nach dem besten Weg und stimme sich eng mit dem Landkreis ab.

Doch auch wenn das Borkener Bad geschlossen wird, läuft der Betrieb der im Gebäude angesiedelten Physiotherapiepraxis weiter, teilt Inhaberin Desirée Bogie auf HNA-Anfrage mit.

Auch die DLRG setze sich für den Erhalt des Borkener Bades ein, sagte der Schwalm-Eder-Bezirksleiter Jürgen Elborg. Er verweist auf die bundesweite Initiative der DLRG „Rettet die Bäder!“ Ein Jeder habe die Chance, die Aktion im Internet zu unterstützen.

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