Borkener Karneval: Eine Krone für den Bürgerking

Gabi Töpperwein als Oma Fienchen: Eine der zahlreichen Büttenreden in Borken. Fotos: Zerhau

Borken. Feste wie einen närrischen 55. Geburtstag muss man zünftig feiern. Das taten denn auch die Borkener Narren bei ihrem Büttenabend im voll besetzten Bürgerhaus-Saal.

Nach der Begrüßung durch Prinz Markus I. und Prinzessin Denise I. brannten sie ein Geburtstagfeuerwerk der guten Laune ab.

Sitzungspräsident Egon Schmidt reihte die 28 Programmpunkte nahtlos aneinander. Seine Premiere auf den närrischen Brettern feierte dabei Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm, der feststellte, dass die Rathaus-Politik durchaus die ein oder andere Steilvorlage für den Karneval bieten würde.

Gute Büttenreden und Sketche bereichern seit Jahrzehnten den Borkener Karneval. In ihrem Sketch erklärten Sabine Scherer und Carsten Schletzke als Wilma und Fred Feuerstein zum Beispiel, warum der Wasserturm noch eingepackt sei. Die SPD war sich sicher, die Bürgermeisterwahl zu gewinnen und habe bereits das Portrait des Kandidaten auf dem Wasserturm angebracht. Und da dies in die Hose ging…..

Mit Handpuppe Caroline als Partnerin trat Petra Schmidt auf. Die Kleine erzählte traurig, dass sie nur kurz nach der Einstellung im Rathaus wieder rausgeflogen sei. Einen Besucher fragte sie, ob er denn den Chef sprechen möchte oder jemanden, der Ahnung hat.

Musikalische Seitenhiebe über die Geschehnisse in der Bergbaustadt sind die Spezialität der Borkener Bärensänger mit Wolfgang Frank, Jörg Fuchs und Martin Völker. So fand das Trio heraus, dass der ehemalige Rathaus-Chef Heßler seinen Dienstwagen abgeben musste. Die Raiffeisenbank stellte ihm ein Fahrzeug mit leuchtender Aufschrift zur Verfügung, obwohl Bernd Heßler ja eigentlich zum Verwaltungsrat der Stadtsparkasse gehört.

Die Bärensänger verkündeten, dass das Geschäftesterben weiter gehen würde, inzwischen sei auch der letzte Bäcker verschwunden. „Die neu gestaltete Bahnhofstraße mache nur Sinn, wenn in den vielen Häuser sind auch Geschäfte drin“, sangen sie und ernteten viel Applaus.

Tolle Ideen bringt stets Gabi Töpperwein mit in die Bütt. Diesmal trat sie als Oma Fienchen auf und verriet, wie man als Seniorin den Tag ausfüllen könne. In Waldmanns Laden lässt sie sich die Traueranzeigen vorlesen und wisse dann, wann sie wieder auf den Friedhof müsse.

Neben den tollen Büttenrednern begeistern die BCC-Narren mit ihren tänzerischen Programmpunkten. Von den jüngsten Tänzerinnen bis hin zur großen Prinzengarde setzten sie die Glanzpunkte in der gelungenen Jubiläums-Prunksitzung.

Borkener Büttenabend war ein Knaller

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