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Borkener stehen für Frieden – Kirche plant Ostermarsch am Montag

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Von: Claudia Brandau

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Auf dem Foto ist ein blauer Luftballon zu sehen.
Frieden ist der Gedanke, der über dem Ostermarsch am Montag in Borken schwebt: ein Luftballon mit einer Friedenstaube. © Markus Becker/dpa

Borkener können bei einer Demonstration durch die Innenstadt ein klares Zeichen für den Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit in Europa und der Welt setzen.

Borken – Die evangelische Kirchengemeinde Borken organisiert zusammen mit der Stadt, der katholischen Kirchengemeinde, Feuerwehr, Arbeiterwohlfahrt und vielen anderen mehr einen Ostermarsch: Am Ostermontag, 18. April, können die Borkener bei einer Demonstration durch die Innenstadt ein klares Zeichen für den Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit in Europa und der Welt setzen.

Treffpunkt ist um 15 Uhr unter Glockengeläut am alten Friedhof, wo Grußworte gesprochen werden. Danach zieht der Marsch an Stadtkirche und historischem Rathaus vorbei zur Bahnhofstraße am Edeka vorbei Richtung Rathaus und Stadtpark, wo die Veranstaltung endet.

Idee des Ostermarschs in Borken bekam viel Zustimmung

„Damit tragen wir den Friedensgedanken quer durch die Stadt“, sagen das Pfarrerehepaar Barbara und Björn Kunstmann, die den Ostermarsch initiiert haben. Auch wenn die Organisation von Ostermärschen nicht originäre Aufgabe der Kirche sei, so sei doch das Thema Frieden so aktuell, dass die Idee zu einer immer konkreter geworden sei, so Barbara Kunstmann. „Wir wagen uns damit auf absolutes Neuland, aber wir haben als Christen eine klare Vision des friedlichen Zusammenlebens.“

Dass die Veranstaltung auf so viel Zustimmung gestoßen sei, dass sie zu einer überparteilichen und ökumenischen geworden sei, freue sie sehr: „Wir sind nirgend auf taube Ohren gestoßen, ganz im Gegenteil“, so Kunstmann.

Jeder, der bei Ostermarsch in Borken dabei ist, tritt sichtbar für den Frieden ein

Der Zeitpunkt am Ostermontag sei in jedem Falle der richtige: „Gerade zu Ostern, wo Gewalt und Tod besiegt wurden, ist es wichtig, ein Zeichen für den Frieden zu setzen.“ Zudem gehe es darum, die Menschen mit ihren Sorgen und Ängsten in diesen beunruhigenden Zeiten nicht allein zu lassen.

Den ersten Gedanken ans Angebot eines Osterspaziergangs für Borkener Familien haben Kunstmanns verworfen: „Der Krieg beschäftigt auch die Kinder, uns ist es wichtig, auch sie mit einzubeziehen.“

Deshalb bietet die evangelische Kirchengemeinde am Samstag, 16. April, von 10 bis 12 Uhr ein Basteln für den Frieden im Gemeindezentrum an, es richtet sich an Kinder ab vier Jahren.

Wer am Montagnachmittag beim Borkener Ostermarsch dabei ist, der schlendert nicht nur einfach durch die Innenstadt: Er tritt vor allem sichtbar für den Frieden ein, der nicht mehr selbstverständlich ist. (Claudia Brandau)

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