Streit um Gemeinschaftshäuser - Borkener FWG wollte Beschluss aufheben

Keine Einschränkungen: Das Bürgerhaus Borken bleibt auch im Winter offen. Archivfoto: ode

Borken. Bei den Dorfgemeinschafts- und Bürgerhäusern in Borken gibt es Einschränkungen. Das hatte der Magistrat nach einem seit zwei Jahre gültigen Programm beschlossen, doch in der Stadtverordnetenversammlung stieß das bei der FWG auf - nachträglichen - Widerstand.

Die Freien Wähler hatten beantragt, den Magistratsbeschluss zurückzunehmen. Bürgermeister Bernd Heßler (SPD) machte gleich zu Beginn deutlich, dass eine solche Abstimmung rechtlich gar nicht möglich sei. Dennoch wurde über den Punkt beraten.

Beschlossen worden war das Programm für den kommunalen Schutzschirm des Landes, den Borken in Anspruch genommen hat. Dazu gehörten drei Stufen. In der Stufe 1 sollte durch Energiesparen und Reduzierung bei Hausmeistertätigkeiten gespart werden.

Sollte das nicht ausreichen, so damals der Beschluss, sollte 2014 Stufe 2 in Kraft treten. So ist es geschehen. Einzelne Häuser, so damals der Beschluss, sollten im Winter geschlossen werden, mehrere Ortsteile sollten ein Haus nutzen.

Die Winterschließung gilt nun in mehreren Häusern vom 15. Januar bis Ende März. Allerdings, so erläuterte Büroleiter Jürgen Meyer, gebe es für alle bereits geplanten Veranstaltungen Ausnahmen. Überall seien aber individuelle Lösungen gefunden worden, etwa für Sportgruppen.

Neu ist auch, dass sich die Nutzer stärker an den Heizkosten beteiligen. Vereine und Verbände würden zehn Prozent der üblichen Grundgebühr zahlen, das seien in den Häusern zwei bis neun Euro pro Nutzung. Als Schwerpunkthäuser bleiben jene in Dillich, Großenenglis, Kleinenglis, Trockenerfurth, Singlis und das Bürgerhaus in Borken regulär geöffnet.

Marcel Pritsch-Rehm (FWG) kritisierte, die Ortsbeiräte seien nicht über die Pläne informiert worden, was ein sichtlich verärgerter Bürgermeister Bernd Heßler konterte, indem er die einzelnen Daten der Sitzungen mit den Ortsvorstehern aufzählte.

Pritsch-Rehm forderte, man müsse in Ruhe alle Häuser einzeln betrachten und sich dafür Zeit nehmen. Heßler sagte, die Daten seien jedem Ortsvorsteher bekannt. Der Antrag der Freien Wähler wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. (ode)

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