Wahl am 26. September

Bürgermeisterwahl in Borken: Andreas Becker aus der Kernstadt tritt an

Hat klare Visionen für seine Wahlheimat entwickelt: Andreas Becker aus Borken will die Bürgermeisterwahl Ende September gewinnen, um den Wirtschaftsstandort voranzubringen.
+
Hat klare Visionen für seine Wahlheimat entwickelt: Andreas Becker aus Borken will die Bürgermeisterwahl Ende September gewinnen, um den Wirtschaftsstandort voranzubringen.

Andreas Becker tritt bei der Bürgermeisterwahl in Borken als unabhängiger Kandidat an. Seine Konkurrenten sind der amtierende Bürgermeister Marcel Pritsch und Yvonne Winter. 

Borken – Es wird niemand sagen können, dass sich Andreas Becker im Vorfeld der Borkener Bürgermeisterwahl keine Gedanken um seine Wahlheimat gemacht hat: In seinem Wahlprospekt beschreibt er auf ganzen zwölf DIN-A4-Seiten seine Visionen davon, wie Borken aussehen könnte, wenn er die Wahl am 26. September gewinnen würde. Der gebürtige Aachener, der seit elf Jahren in der Bergmannstadt wohnt, tritt bei der Wahl als unabhängiger und parteiloser Kandidat an.

Becker hatte sich bei den im Stadtparlament vertretenen Fraktionen vorgestellt, die aber hätten sich hinter eigene oder andere Kandidaten gestellt.

Sieht er sich deshalb als Einzelkämpfer? „Ich habe keine Partei im Hintergrund, aber das ist auch nicht nötig: Die Partei, für die ich antrete, das sind die Bürger dieser Stadt.“ Bei der Vorstellung bei den Fraktionen habe er lediglich um Unterstützung, nicht um Geld geworben, seinen Wahlkampf finanziere er komplett selber.

Bürgermeisterwahl in Borken: Andreas Becker will Stillstand der Stadt beenden

Der verlange viel Biss, gibt der 45-Jährige zu: „Aber wir haben auch schon bei den Gängen durch die Stadtteile viel Anerkennung für den Einsatz bekommen.“

„Wir“, das sind Becker selbst und sein Freund und Unterstützer Sascha Vietor-Becker. Der ist weder verwandt noch verschwägert, aber überzeugt von Beckers Programm und Ideen. Die findet man nun detailliert aufgelistet in der großformatigen Hochglanzbroschüre, aber nicht im Internet.

Zu viele gute Ideen seien dort schon durch abwertende Kommentare zerschossen und zunichtegemacht worden, begründet er seine knappe Internetpräsenz, Facebook nutze er nur für Ankündigungen, nicht für Aussagen und Statements. Doch gleich, ob Becker seine Vorschläge digital oder analog präsentiert: „Ich habe einen Fahrplan für Borken“, sagt er überzeugt. „Und ich kandidiere nicht gegen den Amtsinhaber Marcel Pritsch, sondern gegen den Stillstand einer Stadt.“

Dass er die Dinge in Bewegung und ins Rollen bringen kann, daran hat er keinen Zweifel: „Als Betriebswirt bei einer österreichischen Firma bringe ich das notwendige Fachwissen mit, um diese Stadt aus dem Dauerschlaf zu erwecken“, heißt es in der Wahlkampfbroschüre.

Bürgermeisterwahl in Borken: Andreas Becker will mehr wirtschaftliche Ansiedlungen

Ist das tatsächlich so? Borken habe viele Standortvorteile, liege in der Mitte Deutschlands, es sei schade, dass es derart an mehr wirtschaftlichen Ansiedlungen hake und fehle: „Als Bürgermeister würde ich da mehr Initiative zeigen und das geht auch ohne Geld – Initiative kostet nur Kraft und Ideen, man muss direkt auf Menschen und Unternehmen zugehen.“

Becker will also Einsatz für Borken zeigen – obwohl er einen Job hat, in dem er als Development Manager eines großen Möbelherstellers viel herum kommt im Land, Ideen entwickeln und umsetzen kann. Am Wochenende könnte er viel Zeit mit seiner Familie verbringen, warum will er unbedingt ins Rathaus wechseln, einen Job mit deutlich mehr Abend- und Wochenendterminen übernehmen? „Weil es mir in der Seele leidtut, dass dieses schöne Städtchen keine Fahrt aufnimmt“, sagt Becker. „Ich will Borken helfen, nach vorne zu kommen.“

Bürgermeisterwahl in Borken: Kandidat Andreas Becker hat viele Ideen, die er umsetzen möchte

Um dieses Ziel im Falle der Wahl erreichen zu können, hat er sich hingesetzt, ein Konzept erstellt, eine Stärken-Schwächen-Analyse erarbeitet, die Stadtteile besucht, mit Menschen gesprochen. Die Erkenntnis: „Viele Ideen, Anregungen, Probleme versanden, werden nie aufgegriffen“, sagt Becker. „Ich will den Bürgern eine Stimme geben.“

Und er will diese Stimme hören bei den großen Themen, die er als Bürgermeister angehen will: Die Wiederbelebung der Innenstadt durch Investoren und Programme, konstruktive Zusammenarbeit mit Geschäftsleuten, das Erstellen eines Wirtschaftskonzeptes, das Schaffen einer Anlaufstelle für Jungunternehmer genau wie einer für Jugendliche, das Bereitstellen von Bauplätzen, die Förderung von Tourismus, das Schaffen von mehr Transparenz – Beckers Liste ist noch deutlich länger.

Kann man das alles tatsächlich umsetzen? Ja, sagt der 45-Jährige überzeugt. Als Voraussetzung für all das sieht er eine gesunde und florierende Wirtschaft: „Nur mit ihr können wir in eine erfolgreiche Zukunft starten.“ (Claudia Brandau)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.