Der See wird zum Drehort

Schüler erstellen Film über Bergbau-Folgelandschaft Borken

Voll motiviert an die Arbeit: Louis Volgmann an der Kamera und Giada Desogos mit dem Mikrofon, hinten die Crew vor dem Küstenwachboot 18.
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Voll motiviert an die Arbeit: Louis Volgmann an der Kamera und Giada Desogos mit dem Mikrofon, hinten die Crew vor dem Küstenwachboot 18.

Kamera und Mikrofon in die Hand und los geht‘s: Einige Schüler haben sich zusammengetan, um einen Film über Bergbau-Folgelandschaft in Borken gedreht.

Singlis – Für die jüngeren Generationen ist der Singliser See ein großes Surferparadies, die Stocklache ideal zum Baden und der Borkener See ein Naturschutzgebiet. Dass hier wie in weiteren Bereichen um Borken Braunkohle abgebaut wurde, ist vielen nicht bekannt.

Das Hessische Braunkohle- und Bergbaumuseum hatte eine Ausschreibung unter dem Motto „Wir erkunden die Bergbau-Folgelandschaft für Schüler gemacht mit dem Projekt „Smart Museum TV“. Die Jungen und Mädchen, die sich dazu angemeldet hatten, wurden in sieben Gruppen aufgeteilt.

Innerhalb von fünf Tagen sollen Filmsequenzen an den Standorten Gedenkstelle Stolzenbach, Stocklache, Gombether See, Dosenberg, Großenenglis, Borkener See und Singliser See gedreht werden. Unterstützt werden die Gruppen von den beiden Media-Pädagogen Gabriel Chiarello und Suayep Günler vom Verein „Zeit für Kinder“ aus Kassel. Die beiden Pädagogen leiten die Gruppen an, lassen aber der Kreativität der Jugendlichen freien Lauf. „Die Schüler drehen nach ihren Vorstellungen, wie sie die jetzige Landschaftstruktur mit ihren Augen sehen“, sagt Gabriel Chiarello.

Am Singliser See war das Augenmerk der Gruppe auf das Küstenwachboot 18 der Marinekameradschaft gelenkt. Hans-Georg Braun von der Kameradschaft stellte das Boot vor und erklärte, wie und warum es hier nach Singlis kam und wie es genutzt wird. Dazu begrüßte Borkens Bürgermeister Marcel Pritsch die Gruppe.

Nach den Drehtagen treffen sich alle Gruppen in der Jugendherberge in Willingen, wo sie unter Anleitung das gesamte Material aller Standorte gemeinsam zu einem Film zusammenschneiden, der rund eine Viertelstunde dauert.

Die Filmpremiere mit allen Beteiligten und ihren Eltern findet am Dienstag, 27. Juli, um 16 Uhr im Bürgerhaus in Borken statt. Wer mag, kann den Film anschließend im Internet unter zeitfuerkinder.com oder auf YouTube und im Offenen Kanal Kassel anschauen, weiterhin auch über einen Link auf der Homepage der Stadt Borken (Hessen).

Für das Hessische Braunkohle- und Bergbaumuseum betreut Marcel Kurmann aus Römersberg, Student für Geschichte, das Projekt.

Von Peter Zerhau

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