Tourismus und Stadtmarketing sind Themen

Ein Job mit vielen Baustellen: Neue Wirtschaftsförderin in Borken

Kümmert sich ab März um Seenland und Gewerbe: Corinna Nickel (34) aus Jesberg ist die neue Wirtschaftsförderin in Borken. Das
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Kümmert sich ab März um Seenland und Gewerbe: Corinna Nickel (34) aus Jesberg ist die neue Wirtschaftsförderin in Borken. Das

Es ist keine ganz leichte Aufgabe, die Corinna Nickel da ab März übernimmt: Die 34-jährige Jesbergerin ist die neue Borkener Wirtschaftsförderin. Ab März kümmert sie sich um Themen wie die Unternehmen in der Bergmannstadt, um den Tourismus, Stadtmarketing, Gewerbeansiedlung, ums Leerstandproblem – es sind damit viele Baustellen, auf denen Corinna Nickel demnächst zu sehen ist.

Doch die 34-Jährige hat keine Angst vor den Herausforderungen, die der neue Job mit sich bringen wird, weiß schon jetzt, dass der von Vielfalt, Abwechslung, aber auch Anstrengung gekennzeichnet ist. Ein Jahr lang war der Posten, der im Borkener Rathaus angesiedelt ist, unbesetzt. Seitdem hat sich viel Arbeit angesammelt, zudem ist in den vergangenen Monaten die Dringlichkeit, ein neues Konzept fürs Seenland zu erstellen, immer deutlicher und größer geworden. Macht ihr das Druck? „Nein“, sagt sie: „Ich werde in jeder Hinsicht mein Bestes geben.“

Corinna Nickel beginnt damit ihren Job in einer Zeit, in der sich die Stadt zum dritten Mal binnen eines Jahrhunderts neu erfinden muss. Borken wandelte sich ab 1920 vom Ackerbaustädtchen zum Bergbau-Industriestandort, ab 1990 zum Dienstleistungszentrum, und will nun neue Wege in Richtung Tourismuszentrum einschlagen. Wohin diese Wege führen, wird Corinna Nickel mitbestimmen und mitvorgeben.

Wo kann ein Campingplatz entstehen, wo können sich noch mehr Wohnmobilisten erholen, welches besondere Fest könnte man in Borken feiern, wie vielleicht sogar eine spezielle Borken-App samt Infos zur Historie entwickeln? All diese Fragen beschäftigen Nickel schon jetzt.

Die Antworten darauf will sie nicht alleine und auch nicht nur im Gespräch mit ihren Kollegen im Rathaus finden: „Ich bin ein Teamplayer, will so viele Menschen und Gruppen wie möglich in die Entscheidungsprozesse einbeziehen.“

Dass das in solche besonderen Zeiten wie inmitten einer Pandemie nicht leicht ist, wichtige Kontakte zu knüpfen, Verbündete zu finden und Mitstreiter zu gewinnen, das weiß sie. Doch sie ist zuversichtlich: „Ich komme aus der Region, bin mit vielen der Themen vertraut und verbunden – das erleichtert den Einstieg.“ Die neue Aufgabe ist für die 34-jährige Wirtschaftswissenschaftlerin eine, die sie auf Dauer beschäftigen soll: „Ich bin heimatverbunden – ich bleibe auf jeden Fall hier.“ Ihr Ziel: viel für Borken erreichen.

Von Claudia Brandau

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