Arbeiten in Bergmannstadt beginnen am 20. Juli

Endlich Barrierefreiheit: Bahnhof in Borken wird umgebaut

Zwei Fahrgäste stehen am Bahnhsteig vor einem roten Zug der Deutschen Bahn.  Die Frau im roten T-Shirt trägt eine Einkaufstüte, der Mann neben ihr eine Reisetasche.
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Alles neu am Bahnhof Borken: Der Bahnhof in der Bergmannstadt soll nun mit zwei Jahren Verspätung barrierefrei ausgebaut werden.

Der Borkener Bahnhof wird jetzt barrierefrei umgebaut: Bereits am Montag, 20. Juli, fällt der Startschuss, um den Bahnhof mit seinen steilen Treppen, Hürden und Hindernissen für die Reisenden in eine moderne Station zu verwandeln.

Die Arbeiten sollen im laufenden Betrieb erfolgen und bis Herbst 2021 dauern. Die Kosten fürs Bauprojekt werden mit sieben Millionen Euro veranschlagt. Das Land Hessen schießt 2,8 Millionen Euro hinzu, der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) unterstützt die Planungen mit 465.000 Euro.

Damit sei der Bahnhof nach den Stationen in Treysa, Melsungen und Wabern die letzte große Station im Landkreis, die mit Blick aufs Ziel Barrierefreiheit umgebaut werde, sagte Landrat Winfried Becker beim Ortstermin am gestrigen Dienstag. Dabei soll die steile hohe Überführung zu den Gleisen durch einen Übergang mit Fahrstühlen ersetzt werden, es soll ein neuer Mittellbahnsteig mit Wetterschutz entstehen und die Beleuchtung im gesamten Bahnhofsbereich ausgetauscht werden, kündigte Leif Niklas Wulf vom Bahnhofsmanagement der Deutschen Bahn an.

All das hätte bereits vor zwei Jahren geschehen sollen, der Umbau musste aber wegen des neuen Bahnsteighöhenkonzepts der Bahn verschoben worden. Das sieht die stufenweise Anhebung aller Bahnsteige auf die Höhe von 76 Zentimetern vor, um Reisenden im Fernverkehr ein barrierefreies Reisen zu ermöglichen. Diese bundesweite Leitlinie stelle damit den Nahverkehr im ländlichen Raum vor große Probleme, sagte NVV-Geschäftsführer Steffen Müller. Denn Züge wie die Regiotram seien nicht auf diese Bahnsteighöhe ausgelegt: Damit müsse jede kleine Station im Landkreis wie Wiera, Schwarzenberg, Zimmersrode und Singlis den neuen Vorgaben angepasst werden. „Das wird uns in den kommenden Jahrzehnten vor große Probleme stellen“, sagte Müller.

Landrat Winfried Becker betonte die Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs für die Menschen auf dem Lande, Bürgermeister Marcel Pritsch die des Bahnhofs fürs Mittelzentrum Borken. Der Ausbau stelle einen wichtigen Schritt für die Region dar.

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