Bundesweit 10.000 Elektro-Autos für Post unterwegs

Fahrzeuge des Borkener Brief- und  Paketzentrums fahren mit Strom

+
Alle Postfahrzeuge des Borkener Zustellstützpunktes haben Elektro-Antrieb. Unser Bild zeigt von links die Mitarbeiter Michel Ositzkyi, Andreas Fels, Lutz Mücke, Stefanie Höltzel und Doreen Blüthgen.

Das Borkener Brief- und Paketzentrum der Post setzt voll auf modernen Antrieb: Alle 17 Fahrzeuge, die jeden Tag voll beladen vom Hof zu den Empfängern surren, fahren mit Strom.

Die Zeiten, in denen die gelbe Dieselflotte jeden Morgen dicke Abgaswolken hinterließ, sind vorbei. Die Post stellt seit drei Jahren ihre Fahrzeuge sukzessive von Verbrennungsmotoren auf Elektro um. Von den zehn Stützpunkten in der Region, die die Zentrale in Schwalmstadt betreut, ist Borken der erste, der einen komplett elektrischen Fuhrpark aufweist. Bundesweit sind bereits 10.000 Elektro-Autos im Auftrag der Post unterwegs.

„Wir vermeiden so Emissionen und Lärm“, sagt Post-Pressesprecher Thomas Kutsch. „Der Planet brennt – jetzt müssen die Unternehmen Flagge zeigen und in Sachen Umweltschutz vorangehen.“ Und so gehen bzw. fahren die Post-Mitarbeiter für die Umwelt mit, wenn sie ihre voll beladenen Gefährte starten: Denn die düsen morgens mit viel Leistung, aber ohne jedes Geräusch in Richtung Borken, Bad Zwesten und Neuental von dannen. Anfangs seien viele Fahrer noch skeptisch gewesen, berichtet Betriebsleiter Andreas Fels. Doch sei die Zurückhaltung schnell in Begeisterung umgeschlagen: „Es macht wirklich Spaß, einen E-Transporter zu fahren“, bestätigt Denise Geis aus Trockenerfurth.

Reichweite bis zu 140 Kilometer

Mittlerweile stehen unter den 17 gelben E-Transportern auch viele der dritten Generation. Ihre Reichweite liegt bei 140 Kilometern, und sie eignen sich hervorragend für die Kurzstrecke und ständigen Start/Stop-Betrieb – also genau den Modus, in dem Post-Fahrzeuge tagtäglich laufen.

Überhaupt haben die Mitarbeiter der Post aktiv an der Entwicklung des StreetScooters – so heißt der kastige Kleinlaster – mitgewirkt. Und so besticht er durch all die Eigenschaften, die Brief- und Paketträger im meist stressigen Alltag zu schätzen wissen: Sie bieten einen hohen Einstieg, eine Standheizung, eine hohe Laderampe und eine Sitzheizung. Letztere wissen längst nicht nur Frauen zu schätzen, denen eine gewisse Frösteligkeit vorgeworfen wird, sondern durchaus auch Männer, die bei Regen mit klammer Kleidung unterwegs sind. Der Fahrzeugaufbau ist hoch, der Laderaum weist keine Radkästen auf und hat so einen rechteckigen Stauraum – Pakete gelangen damit gut gestapelt und ohne zu verrutschen an ihr Ziel.

In Borken haben die 17 Transporter einen Standort am Verteilzentrum in der Pferdetränke gefunden. Dort, auf dem Gelände eines ehemaligen Supermarkts, ist Platz für die vielen Fahrzeuge und ihre Ladesäulen. Und dort ist auch Platz für die Mitarbeiter, um all die Pakete und Briefe zu sortieren, die Tag für Tag verschickt werden.

Das Einkaufsverhalten der Menschen hat sich längst verändert, sie bestellen Tag und Nacht im Internet: Die Postler spüren das selbst jeden Tag beim Schleppen der Pakete am eigenen Leib.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.