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Feuer in Borken: Blitz schlägt in Scheune ein - 16-Jährige verletzt

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Von: Claudia Brandau, Peter Zerhau

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Die Scheune brannte komplett nieder: Beim Brand in Gombeth entstand hoher Schaden, das nahe stehende Wohnhaus konnte gerettet werden.
Die Scheune brannte komplett nieder: Beim Brand in Gombeth entstand hoher Schaden, das nahe stehende Wohnhaus konnte gerettet werden. © Feuerwehr Borken/Mario Diehl

Ein Blitzeinschlag sorgte für dafür, dass eine Scheune im Borkener Stadtteil Gombeth völlig niederbrannte. Es gab eine Verletzte und einen hohen Sachschaden.

Gombeth – Der Blitz schlug krachend in die Scheune ein: Am Donnerstagabend ging im Borkener Stadtteil Gombeth ein landwirtschaftliches Gebäude in Flammen auf.

Die Kriminalpolizei Homberg schätzt die Höhe des Sachschadens auf 100 000 bis 150 000 Euro. Beim Versuch, die Flammen zu löschen, erlitt eine 16-Jährige aus der Nachbarschaft eine Rauchgasvergiftung, sie wurde nach Angaben der Polizei zur Versorgung ins Krankenhaus gebracht, die junge Frau konnte aber noch am selben Abend die Klinik wieder verlassen.

Feuer in Borken: 16-Jährige wird bei Löschversuch verletzt

Am Donnerstagabend war ein Unwetter in einem schmalen Streifen über Gombeth hinweg gezogen, es entlud sich gegen 19 Uhr mit lautem Donnerschlag und mehreren Blitzen über der Ortsmitte.

Der Eigentümer der Scheune hatte daraufhin beunruhigt seine Gebäude kontrolliert, aber nichts Beunruhigendes oder gar Brennendes entdecken können, berichtet der Borkener Stadtbrandinspektor Alexander Wilhelm im Gespräch mit der HNA.

Kurze Zeit später aber entdeckte er das Feuer und alarmierte gegen 19.30 die Wehr. 130 Einsatzkräfte aus Borken eilten nach Gombeth, die Feuerwehr Bad Zwesten kam mit der Wärmebildkamera dazu, die aus Homberg war mit der Drehleiter und einem Großtanklöschfahrzeug im Einsatz.

Bis um 1.30 Uhr in der Nacht arbeiteten die Feuerwehrleute, um den Brand an der Scheune zu löschen, in der auch Stroh gelagert war.

Die Scheune brannte ab, das nahestehende Wohnhaus des Eigentümers und ein Nachbargebäude aber konnten vor übergreifenden Flammen geschützt und damit gerettet werden.

Am Ende standen nur noch schwarze Balken: Am Freitagmorgen durchsuchte die Feuerwehr die Tümmer nach weiteren Glutnestern.
Am Ende standen nur noch schwarze Balken: Am Freitagmorgen durchsuchte die Feuerwehr die Tümmer nach weiteren Glutnestern. © Peter Zerhau  

Die Feuerwehr Gombeth übernahm die Nachtwache, bereits um 6.30 Uhr begannen die Nachlöscharbeiten. Die Feuerwehrleute durchsuchten und fanden am Freitagmorgen noch mehrere Glutnester, die sie ablöschten.

Feuer nach Blitzeinschlag in Borken: Einsatz war erst am Freitagmittag beendet

Mit im Einsatz war ein Bagger der Borkener Firma Ludolph, der die Trümmer des Gebäudes auseinanderzog, um weitere Brandnester zu finden. Die Borkener Wehr breitete einen dichten weißen Schaumteppich über dem Brandort aus: Er sollte verhindern, dass weitere Feuer ausbrechen. Erst am Freitagmittag war der Einsatz komplett beendet.

Es ist nach dem Brand in einer Singliser Scheune am 10. März bereits das zweite Mal in kurzer Zeit, dass ein landwirtschaftliches Gebäude rund um Borken in Flammen aufging. Während es sich aber in Singlis vermutlich um einen Fall von Brandstiftung handelte, gehe man im Gombether Fall von Blitzeinschlag aus, so der Stadtbrandinspektor Alexander Wilhelm: Das Gewitter habe schnell enorme Kraft entwickelt. Wilhelm lobte am Freitag ausdrücklich die gute Zusammenarbeiten aller Wehren.

Beamte der Homberger Kipo waren bereits am Donnerstag vor Ort, auch Brandexperten sind im Einsatz, um die Ursache zu ermitteln.

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