Ernährung und Entspannung besonders gefragt

Frauengesundheitstag zog hunderte Besucherinnen nach Borken

Es gab viel zu sehen und zu erfahren beim Frauengesundheitstag in Borken: Burn-Out-Beraterin Juliane von Witten (vorne links) und Sandra Weidemann aus Borken informierten sich bei Claus Brandt und Uwe Strauß vom Yogazentrum in Borken.
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Es gab viel zu sehen und zu erfahren beim Frauengesundheitstag in Borken: Burn-Out-Beraterin Juliane von Witten (vorne links) und Sandra Weidemann aus Borken informierten sich bei Claus Brandt und Uwe Strauß vom Yogazentrum in Borken.

Borken. Ernährung und Entspannung: Diese beiden Themen waren beim zweiten Frauengesundheitstag am Samstag im Borkener Bürgerhaus echte Magneten.

In den Vorträgen drängten sich die Zuhörerinnen, auch bei den Workshops gab es alles außer viel Platz im Raum. Die Resonanz auf die zweite Auflage der Veranstaltung war deutlich größer als im Vorjahr, berichteten Bärbel Spohr und Gerlinde Eckhardt vom Frauenbüro des Landkreises. Sie hatten die Veranstaltung gemeinsam mit der Stadt Borken, der Volkshochschule, der Agentur für Arbeit und dem Starthilfe Ausbildungsbund organisiert.

Besonders gut kamen die sieben Vorträge und Kurse an. Als Ernährungsberaterin Eva Kloiber aus Fritzlar über gesunde Lebensmittel sprach, ging zwischen den 60 Zuhörerinnen kein Stein zu Boden, so dicht saßen und standen die Frauen.

Welch hohen Stellenwert die gesunde Ernährung hat, zeigte auch eine kleine Umfrage des Diakonischen Werks Schwalm-Eder. Auf die Frage „Was hält Sie gesund?“ belegte das Thema Ernährung Platz 3. Auf den Plätzen 1 und 2 lagen Familie und Freundschaften. Aber auch die Themen Wertschätzung, Auszeiten, Sport und „jemand, der mir zuhört“ standen auf der Liste. All diese Dinge seien es, die Frauen aus der Stressspirale holen können, sagte Burnout-Beraterin Juliane von Witten aus Rengshausen. Sie gab Tipps, wie man Familie, Job und Haushalt unter einen Hut bringt, ohne sich selbst zu verlieren. Der Gedanke, dass man auch mal fünfe gerade sein lassen müsse, gehöre dazu. „Keiner von uns ist perfekt. Wenn Sie 80 Prozent geben, reicht das vollkommen,“ sagte von Witten. Die Perfektionsfalle sei für viele ein Thema.

Eugen Eckersberg aus Kaufungen bot Gesundheitsprodukte an: Kerstin Rohde (Mitte) und Giovanna Maciossek aus Melsungen ließen sich beraten.

Yoga als eine Form des Loszulassens: Darüber informierte das Yogazentrum Borken. Uwe Strauß und Claus Brandt gaben Infos zu Meditation, Klangschalentherapie und Atemheilung. Yogalehrerin Petra Rothe aus Fritzlar bot einen Schnupperkurs in die Welt des Yogas an.

Kerstin Rohde und Giovanna Maciossek kamen aus Melsungen, um die Ernährungsvorträge zu besuchen. Derzeit steht die Pflege von Angehörigen in ihrem Fokus. Auch dazu gab es Informationen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßte die Besucherinnen mit seinen Hunden im Foyer. Und auch zum Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienphase konnten sich die Frauen etwa beim Starthilfe Ausbildungsverbund informieren, auch die Altenpflegeschule der Arbeiterwohlfahrt war vertreten.

„Frauen schätzen es, dass sie sich in Ruhe informieren können“, sagte Natascha Schnücker von der vhs. Es gebe bereits Anfragen für das nächste Jahr, freute sich Gerlinde Eckhardt vom Kreisfrauenbüro. In einem ist sie sicher: Der Frauengesundheitstag biete noch eine Menge Potenzial.

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