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DRK-Ortsvereine aus Neuental und Borken fusionieren

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Von: Chantal Müller

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Ehrende und Geehrte: Manfred Lau (von links), Matthias Albert, Patrick Höhle, Adolf Geis, Horst Reuber, Finja Franken, Bernd Wettlaufer, Günter Wilde und Regina Radloff.
Ehrende und Geehrte: Manfred Lau (von links), Matthias Albert, Patrick Höhle, Adolf Geis, Horst Reuber, Finja Franken, Bernd Wettlaufer, Günter Wilde und Regina Radloff. © Rainer Zirzow

Die Ortsvereine Neuental, Borken und Trockenerfurth/Nassenerfurth des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben sich zum Ortsverein Borken zusammengeschlossen.

Borken/Neuental – Der Mangel an Mitgliedern macht auch vor gemeinnützigen Organisationen nicht Halt. Damit die Ortsvereine Neuental, Borken und Trockenerfurth/Nassenerfurth des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auch weiterhin gute Arbeit leisten können, haben sie sich nun zum Ortsverein Borken zusammengeschlossen.

Zu wenige helfende Hände sind aber nur ein Grund für die Fusion. Altersbedingte Ausfälle und fehlender Nachwuchs machten es den kleineren Ortsverbänden zunehmend schwer, ihre Aufgaben zu erledigen. Einige Vorhaben ließen sich ohne Unterstützung gar nicht mehr umsetzen. Deshalb wollen die Ortsverbände Neuental, Borken und Trockenerfurth/Nassenerfurth nun gemeinsam aktiv werden. Das beschlossen sie bei ihrer ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung. Die Fusion gilt rückwirkend zum 1. Januar 2022.

DRK-Ortsvereine fusionieren: Mitglieder stimmten zu

Die Mitgliederversammlungen der Vereine Trockenerfurth/Nassenerfurth und Neuental hatten dem Zusammenschluss bereits im vergangenen Jahr zugestimmt. Nun stand die Entscheidung in Borken an, die einstimmig und ohne Stimmenenthaltung angenommen wurde.

Im Kreisverband Schwalm-Eder sei es das erste Mal, dass sich DRK-Ortsvereine zusammenschließen, sagte der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Schwalm-Eder, Manfred Lau. Er lobt es als die „richtige Entscheidung“, die eine gute Basis und Vorteile für die gemeinsame Arbeit biete.

745 Mitglieder gibt es nun, 67 aktive und 678 passive. Vor der Fusion verzeichnete der Ortsverein Borken 456 Mitglieder (38 Aktive, 418 Passive), die Neuentaler brachten 140 (zwölf Aktive und 128 Passive) Mitglieder mit und die Trockenerfurther/Nassenerfurther verfügten über 111 (17 Aktive, 94 Passive) Mitglieder. „Wir kommen allein nicht weiter“, sagt Vorsitzender Matthias Albert über den Zusammenschluss.

Fusion: Nur gemeinsam könnten sie gute Arbeit leisten

Nur gemeinsam könnten sie ihr Ziel erreichen, das vorhandene Angebot zu stärken. „Wir wollen das Beste aus allem nutzen und unsere Potenziale stärker bündeln“, sagt der Ortsvereinsvorsitzende. So engagierten sich in Trockenerfurth etwa viele Sanitätshelfer, die bisher nur bei Blutspenden und der Seniorenarbeit zum Einsatz kamen. Das soll sich ändern.

Außerdem plant der große Ortsverein, die Katastrophenschutzhelfer, die allein aus dem Ortsverein Trockenerfurth im vergangenen Jahr 1000 Stunden Arbeit geleistet hätten, stärker zu integrieren. Auch die Jugendarbeit soll ausgebaut werden, sagt Albert. „Da fehlt es uns aktuell noch an Betreuern.“

Im Orstverein DRK Borken wollen die Ehrenamtlichen Probleme gemeinsam anpacken

Für Borkens Bürgermeister Marcel Pritsch und dessen Neuentaler Amtskollegen Dr. Philipp Rottwilm ist die Fusion die richtige Entscheidung. Probleme würden gemeinsam angepackt, um auch neue Herausforderungen auf dem neuen gemeinsamen Weg zu meistern.

Und die Ehrenamtlichen tun einiges: 7139 Einsatzstunden wurden im Geschäftsjahr 2020/21 nachgewiesen, sagte Kreisgeschäftsführer Lau. Umgerechnet liegt diese Wertschöpfung bei etwa 350 000 Euro. Eine herausragende Leistung, befand der Geschäftsführer.

Nach Aussage von Albert entfallen auf die nun fusionierten Ortsvereine alleine 300 Tage ehrenamtliches Engagement im vergangenen Jahr. Allein durch zehn Helfer wurden 5915 von 7139 Stunden geleistet. (Chantal Müller)

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