Stadt Borken und Gemeinden Wabern, Jesberg, Bad Zwesten und Neuental

Gemeinsamer Standesamtbezirk: Fünf Kommunen trauen sich auf neuen Weg

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Sie alle stehen hinter dem neuen Standesamt: Vorne am Schild v.l. die fünf Bürgermeister Günter Schlemmer (Jesberg), Michael Köhler (Bad Zwesten), Bernd Heßler (Borken), Claus Steinmetz (ab 1. Oktober in Wabern) und Kai Knöpper (Neuental). Ganz links die Standesbeamten Stefan Wicke, Dennis Knauff (Jesberg), Kerstin Lerch und Vanessa Burghardt, die Büroleiter Andreas Roth und Jürgen Meyer (Jesberg und Borken) und Stefan Lanzke aus Bad Zwesten.

Borken. Zusammen wollen sie noch stärker werden: Die Stadt Borken und die Gemeinden Wabern, Jesberg, Bad Zwesten und Neuental haben ab heute einen gemeinsamen Standesamtbezirk.

Es ist längst nicht das erste Mal, dass die fünf Orte des Zweckverbands Schwalm-Eder-West die Herausforderungen gemeinsam angehen. Jesberg und Neuental haben bereits die Kassengeschäfte zusammengelegt und die Waberner Rathausmitarbeiter kümmern sich für ihre Kollegen in Bad Zwesten ums Personalwesen.

Doch all das sind nur kleine Schritte zu dem Projekt, das die Modellregion Schwalm-Eder-West nun angeht: Der neue große Standesamtbezirk stelle einen Meilenstein in der gemeinsamen Verwaltung dar, sagt Borkens Bürgermeister Bernd Heßler.

Denn ab heute übernimmt das Standesamt in der Bergmannstadt die Verwaltungsaufgaben für die Standesämter der übrigen Kommunen und kümmert sich damit um den „Kern aller Statistiken“: die Daten der Einwohner. Die Borkener Standesbeamten verwalten nun deren Daten von der Wiege bis zur Bahre.

Damit, sagt Heßler, werden die Mitarbeiter entlastet, die Dienstleistungsqualität erhöht und zugleich die Kosten gesenkt - ohne dass dabei einer der 16 Standesbeamten in Schwalm-Eder-West entlassen würde. Natürlich habe sich so mancher Mitarbeiter Sorgen gemacht, dass sie Aufgaben abgeben oder übertragen, sagt Jesbergs Bürgermeister Günter Schlemmer. Aber: „Bund und Land überragen den Gemeinden so viele Aufgaben, dass unsere Mitarbeiter auch weiterhin gut zu tun haben.“

Die Einwohner bemerkten von dem riesigen Vorbereitungsaufwand hinter den Kulissen nichts, sagen die fünf Bürgermeister der Modellregion. Sie können sich nach wie vor an einem von insgesamt 14 Orten im Gebiet von Schwalm-Eder-West trauen lassen. Bad Zwestens Bürgermeister Michael Köhler ist sich sicher: „Die Einwohner haben nur Vorteile davon, wenn wir neue Wege gehen.“

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