Familie aus Borken glücklich

Genug Spenden: Tamino kann Delphintherapie machen

Sie freuen sich auf die Delphintherapie: von links Joelina, Bianca und Tamino Pötter, das Bild entstand vor Weihnachten 2013. Das kleine Bild zeigt Tamino kurz nach der Geburt. Archivfoto: Dellit

Borken. Die Vorbereitungen für die Delphintherapie für Tamino Pötter aus Borken laufen. „Wir sind gut in der Planung", sagt sein Vater Matthias Pötter.

Die Familie erhofft sich durch die Therapie im August auf der Karibikinsel Curaçao positive Effekte für Taminos Gesundheit.

Die Geburt des Jungen am Heiligabend 2009 war dramatisch. Mutter Bianca Pötter litt unter einer Schwangerschaftsvergiftung - für sie und ihr Kind bestand Lebensgefahr. Beide überlebten die schweren Stunden, doch Tamino leidet seit seiner Geburt unter Spastiken. Die Muskeln bekämen nicht die richtigen oder gar keine Signale aus dem Gehirn, so hat Bianca Pötter die Krankheit beschrieben.

Ein paar Schritte gehen 

Die Therapie, bei der Kinder mit den Delphinen schwimmen, soll helfen. So erhoffen sich die Eltern, dass Taminos Muskeln sich entspannen. Momentan wird das unter anderem durch eine Botox-Therapie für die Beine erreicht. Mit Orthesen könne der mittlerweile Fünfjährige an der Hand eines Erwachsenen stehen und auch ein paar Schritte machen, sagt sein Vater. Für die Delphintherapie hatten Pötters auch über die HNA zu Spenden aufgerufen.

Das Echo war enorm, inzwischen seien fast 14.000 Euro auf dem Konto des Vereins Dolphin Aid, der die Reise organisiert.

Erschöpft: Tamino Pötter kurz nach seiner Geburt im Jahr 2009. Foto: privat

Matthias Pötter betont, dass die Familie nicht an das Spendengeld komme, da der Verein es verwalte. Immer wieder werde er angesprochen, sagt der Vater. Er weist auch darauf hin, dass die Familie selbst 3000 bis 4000 Euro aufbringe, um mit nach Curaçao zu reisen. Der Verein empfehle, dass die ganze Familie dabei sei, sagt Pötter.

Auch falls von dem Spendengeld etwas übrig bleiben sollte, bekomme es nicht die Familie Pötter, sondern es verbleibe beim Verein. Entweder komme es dann anderen Kindern zugute oder man spare für eine weitere Therapie für Tamino, je nach ärztlicher Empfehlung.

Seinem Sohn, der an Heiligabend fünf Jahre alt wurde, gehe es derzeit recht gut, sagt Matthias Pötter. Er habe einen neuen Rollstuhl, weil er aus dem alten herausgewachsen war, und absolviere umfangreiche Therapien. Dazu gehörten Ergotherapie, Krankengymnastik und Therapiestunden mit Pferden.

Auch das soll als Vorbereitung für Curaçao dienen. Dort gebe es keineswegs einen Strandurlaub, sondern jeden Wochentag ab 8 oder 9 Uhr bis zum späten Nachmittag Therapie. Familie Pötter hofft, dass die Karibik-Delphine ihrem Sohn helfen können. (ode)

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