Antrag mit 22 Stimmen abgelehnt

Hotel in Borken wird kein Wohnheim für Kasseler Studenten

Wird nicht in Apartmenthaus für Studenten verwandelt: Das Parlament lehnte den Antrag der Linken ab, im Hotel am Stadtpark Studentenunterkünfte zu schaffen.

Borken. Das Borkener Parlament lehnte mit klarer Mehrheit den Antrag von Lutz Baumann (Links) ab, das Hotel am Stadtpark als Unterkunft für Kasseler Studenten zu nutzen.

Baumann hatte vorgeschlagen, die Verwaltung mit einer Machbarkeitsprüfung zu beauftragen und zu erkunden, ob das Kasseler Studentenwerk Interesse an der Immobilie habe. Die Wohnsituation bei Kasseler Studierenden sei sehr angespannt, begründete Baumann seinen Antrag: Die Schaffung von Studentenunterkünften würde die roten Zahlen senken, die das Hotel schreibe und die Stadt Borken beleben. „Eine Vollbelegung mit Studenten wäre doch besser als nur Durchreisende zu beherbergen.“ Die Apartments, so Baumann weiter, könnten dann von den Stadtwerken verwaltet und vermarktet werden.

Dieser Idee konnten nur die Freien Wähler folgen. Jede Chance für eine alternative Nutzung des Hotels sei ihnen willkommen, sagte Lars Bax für die FW.

Grundsätzlich sei jede Prüfung von defizitären Anlagen richtig und wichtig, sagte Heinrich Hesse (CDU). Dennoch würde eine Umnutzung des Hotels hohe Kosten verursachen, zudem zeichne sich mit dem vorgelegten Halbjahresbericht eine bessere Auslastung des Hotels ab.

Die SPD konnte der Argumentation von Lutz Baumann dagegen gar nicht folgen. Borken sei für seine Einwohner, bestimmt aber nicht für Studenten attraktiv, sagte Gerhard Faßhauer (SPD): „Junge Leute weichen eher auf Randgemeinden wie Oberzwehren als auf Borken aus.“ Seine Fraktion stehe zum Bürgerhaus samt Hotel: Das habe Borken schließlich nicht gebaut, um zu protzen, sondern um die Stadtentwicklung voranzutreiben. Eine Umwidmung sei zudem teuer: Um Apartments zu schaffen, müssten die insgesamt 42 Hotelzimmer zuvor mit eigenen Küchen ausgestattet werden.

Der Antrag wurde mit 22 Neinstimmen und zwei Enthaltungen abgelehnt.

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