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Giftköder-Anschlag: „Daran wäre sie elendig gestorben“ - Frau entsetzt über Attacke auf Hund

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Von: Christine Thiery

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Sind ein Team: Sarah Kube und die zehnjährige Doggenhündin Tessa. Kube ist sich sicher, auf Tessa wurde ein Giftköder-Anschlag verübt.
Sind ein Team: Sarah Kube und die zehnjährige Doggenhündin Tessa. Kube ist sich sicher, auf Tessa wurde ein Giftköder-Anschlag verübt. © Christine Thiery

Sarah Kube ist entsetzt: Nur ganz knapp sei ihre Hündin Tessa dem Tod entgangen - vermutlich hatte jemand einen Giftköder auf ihrem Grundstück platziert.

Nassenerfurth – Am Neujahrsabend fand die 36-jährige Nassenerfurtherin zufällig auf ihrem Grundstück einen mit einer blauen Substanz gespickten Köder. Sie vermutet, dass es sich um Rattengift handelt. „Der war sicher für Tessa bestimmt“, sagt sie. Wenn sie ihre Hündin spät noch mal vor die Tür geschickt hätte wie jeden Abend, hätte diese ihn sicher aufgespürt und gefressen. „Daran wäre sie elendig gestorben“, da ist sich Kube sicher.

Ganz perfide findet sie die Art und Weise, wie die oder die Täter vorgegangen seien: „Die Köder müssen gezielt auf das Grundstück geworfen worden sein“, sagt sie. Nur durch Zufall hatte sie hinter einem geparkten Auto die beiden mit einer bläulichen Substanz präparierten Fleischwurststücke gefunden, weil sie gegen Abend noch eine Freundin besuchen wollte. „Mir fielen beim Einsteigen die beiden Kugeln hinter dem Auto auf.“ Bei der näheren Betrachtung sah sie die blauen Kegel, die dort eingebracht wurden. Gemeinsam mit ihrem Freund vermutete sie, dass es sich dabei um Gift handeln müsse. Sie habe daher die Polizei informiert, die dann auch den Köder mitgenommen habe.

Giftköder auf dem Grundstück - Frau hält das für eine gezielte Attacke auf ihren Hund

Die Mutter von vier Kindern lebt seit 14 Jahren in Nassenerfurth. Bis vor Kurzem hatte sie noch drei Doggen, zwei davon starben aber kürzlich. Kube ist Mitglied im Doggenschutzverein, die Tiere waren in ihrer Pflege. Die zehnjährige Tessa ist nun als einzige noch in ihrem Haus. Kube engagiert sich seit ihrer Jugend im Tierschutz.

Die Doggen in den eingezäunten Garten zu lassen, sei nie ein Problem für die Menschen in der Nachbarschaft gewesen, versichert sie. Dort sieht sie keine Anhaltspunkte für eine solche Tat. Aber sie glaubt schon, dass man sie persönlich mit dem Anschlag auf ihre Hündin treffen wollte, da die beiden Köder gezielt auf dem Grundstück platziert worden seien. Sie hänge sehr an dem Tier und solch eine bösartige Aktion verletze sie zutiefst, – auch wenn Hündin Tessa Glück gehabt habe und ihr nichts geschehen sei.

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Besonders bitter, so Kube: Rattengift wirke übelst im Körper der Hunde und verletze sie oft lebensgefährlich. Kube fragt sich, wie man so etwas einem unschuldigen Wesen antun könne? „Das ist einfach nur niederträchtig“, sagt sie.

Giftköder-Anschlag auf Hund - Frau setzt 500 Euro Belohnung aus

Tessa mache mit ihrer Größe Eindruck und sei, da sie aus dem Tierschutz komme, kein ganz unkomplizierter Hund. „Daher lassen wir sie nie an einen Fremden heran.“ Dazu komme es auch nicht bei den Spaziergängen. Bedroht müsse sich niemand durch den Hund fühlen.

Nun hat sie eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt für Hinweise, die der Aufklärung des Falls dienen. Sie hofft, dass sich jemand findet, der die Tat beobachtet hat. Damit Tessa – oder auch andere Hunde – möglichst nicht erneut in eine so große Gefahr geraten. (Christine Thiery)

Im November gab es im Kreis Kassel einen Giftköder-Alarm - leider hatte das Veterinäramt dann keine guten Nachrichten.

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